Banken
Französische Fondsfabrik

Die Finanzkrise treibt die Konsolidierung der Bankenlandschaft voran: Die französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale legen ihre Vermögensverwalter zusammen. Der Fall wird Schule machen, meinen Experten.

PARIS/FRANKFURT. Die Finanzkrise treibt die Konsolidierung der Bankenlandschaft voran: Gestern bestätigten die beiden französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale, ihre Vermögensverwaltungsaktivitäten in ein Joint Venture einzubringen. Die Banken sehen ihre neue Gemeinschaftstochter (70 Prozent Crédit Agricole und 30 Prozent Société Générale) als Nukleus für weitere Konsolidierungsschritte: "Die Tür steht offen für andere europäische Partner", sagte Yves Perrier; der derzeitige Chef von Crédit Agricole Asset Management soll das neue Ensemble leiten. Um leichter neue Partner aufnehmen zu können, soll das Joint Venture nach fünf Jahren an die Börse gebracht werden.

Der fusionierte Vermögensverwalter steigt unter die größten Fünf in Europa mit 638 Mrd. Euro verwalteten Geldern auf (Stand: Ende September 2008), 35 Mio. Kunden und einem Brutto-Ergebnis von rund 900 Mio. Euro. George Pauget, Chef des Crédit Agricole, begründete den Deal mit dem Druck der Krise: "Zwei Sparten sind von der Krise besonders betroffen: Das Investment-Banking und die Vermögensverwaltung." Im Investment-Banking sei die Konsolidierung bereits vorangeschritten; in der Vermögensverwaltung gäbe es Nachholbedarf.

Durch die Krise ziehen weltweit Kunden ihre Gelder von Vermögensverwaltern ab, darüber hinaus sinkt wegen der Börsenbaisse das Volumen der verwalteten Gelder. Damit wird es für Anbieter schwieriger, die Fixkosten zu decken. Die Folge: Experten rechnen damit, dass andere Banken auch ihr Asset-Management verkaufen oder zusammen legen werden.

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