BASF steht bei Fondsmanagern hoch im Kurs: Hitlisten der Fonds sind sehr hilfreich

BASF steht bei Fondsmanagern hoch im Kurs
Hitlisten der Fonds sind sehr hilfreich

Deutschlands Fondsmanager haben sich entschieden: Bayer, BASF, Continental und Tui sind die populärsten Aktien in den Depots der 25 größten Fonds, die sich auf Werte aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) konzentrieren. Umgekehrt gehören Siemens, RWE und Daimler-Chrysler zu den unpopulärsten Aktien.

HB FRANKFURT/M. Sie haben in den Portfolios deutlich weniger Anteil, als es ihrem Marktgewicht entspricht. Das hat Volker Borghoff von HSBC Trinkaus & Burkhardt errechnet. Für Anleger bieten sich die Hitlisten der Fondsprofis als Investitionshilfe an: Sie können dem Herdentrieb folgen und beliebte Aktien kaufen - oder auf die antizyklische Strategie und damit auf unbeliebte Werte setzen.

Monatlich veröffentlichen die 25 größten Fondsgesellschaften, auf die rund 90 Prozent der im Dax angelegten Beträge entfallen, ihre Top Ten der Gesellschaften, an denen sie die höchsten Beteiligungen halten. Engagieren sich demnach möglichst viele Fondsmanager bei einer bestimmten Aktie, dann deutet dies darauf hin, dass die Experten gerade diesem Wert besonderes Potenzial zubilligen. Diese Einschätzung gewinnt nochmals an Gewicht, wenn eine Aktie, die nicht zu den Indexschwergewichten zählt, sehr oft in den Auswahllisten der Fondsgesellschaften auftaucht. Beispielsweise zählte die BASF-Aktie bis vor kurzem noch bei allen 25 Fondsgesellschaften zu den zehn Werten mit dem höchsten Gewicht, während ein Dax-Schwergewicht wie Siemens immerhin bei drei der 25 Fondsgesellschaften nicht auftaucht.

Analyst Borghoff sagt, in einer Phase wie im Moment, in der sehr viel frisches Kapital an den Markt fließe, sei das Auswahlkriterium Popularität hilfreich, weil stets reichlich Herdentrieb im Handel sei. "Nach meiner praktischen Erfahrung hat Popularität bei einer Aktie zumindest kurzfristig keinen negativen Einfluss", sagt er. Mittelfristig würde er jedoch eher einen antizyklischen Ansatz wählen, sagt Borghoff. Diese Strategie besteht darin, populäre Aktien zu verkaufen oder unterzugewichten, da sie bereits in den Portfolios überrepräsentiert sind und entsprechende Rückschlagsrisiken lauern. Stattdessen setzt der Anleger auf bislang unbeliebte Titel. Hier könne noch Potenzial lauern, das die breite Masse noch nicht entdeckt hat, so die Spekulation.

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