Bauboom
Chinas Börsen ziehen Asien-Fonds nach oben

Die fünf Städte mit dem weltweit schnellsten Bevölkerungswachstum befinden sich allesamt in Asien. Das beschert den Bauunternehmen der Region viele Aufträge für Gebäude, Straßen und andere Verkehrswege sowie Telekommunikationsnetze, Strom- und Wasserleitungen. Auch Fondsmanager profitieren von der regen Bautätigkeit in Fernost.

HAMBURG. Der Bau-Boom geht an den Kursen der fernöstlichen Bauaktien nicht spurlos vorüber. "Infrastrukturinvestitionen in Asien bieten attraktive Wachstumschancen und stellen eine gute Möglichkeit dar, das Portfolio zu diversifizieren", sagt Maggie Lee, die gemeinsam mit Chandrashekhar Sambhshivan den Invesco Asia Infrastructure managt. Der im Frühjahr 2006 aufgelegte Fonds erzielte in den vergangenen zwölf Monaten einen Zuwachs von 83,89 Prozent und belegt damit im Vergleich von 125 Südostasien-Fonds Rang drei.

"Wir halten bedeutende Positionen in China, Indien, Singapur und Australien, die wir derzeit als Kernmärkte betrachten", führt Lee aus. Dabei setzt das Invesco-Duo vor allem auf große Unternehmen: Die durchschnittliche Marktkapitalisierung der 120 enthaltenen Aktien beträgt 53,4 Mrd. US-Dollar.

Der Vergleichswert beim erstplatzierten Carlson Asian Small Cap liegt dagegen bei unter zwei Mrd. US-Dollar. Die bis zu 60 Aktien des Portfolios stammen aus allen Sektoren der Volkswirtschaften Asiens. Firmen aus dem Infrastrukturbereich machen nur elf Prozent aus. Regional dominieren China und Hongkong mit einem Anteil von über 60 Prozent. Diese hohe Konzentration ist einer der Gründe, warum sich der Anteilswert in den vergangenen zwölf Monaten nahezu verdoppelte.

"China bleibt der stärkste Markt der Region", sagt Anna Ho. Sie managt mit Parameswhara Krishnan den Fonds der DnB-NOR-Gruppe, Norwegens größtem Finanzinstitut. Die von chinesischen Politikern angekündigten Einschränkungen für den Handel mit China-Aktien sieht Ho nicht als Problem an: "Das hilft, einer Überhitzung des Marktes vorzubeugen."

Kurzfristige Marktkorrekturen seien zwar notwendig, seien aber wie die US-Immobilienkrise keine ernsthafte Bedrohung: "Das sind nur geringe Störgeräusche für den langfristigen Bullenmarkt China." Die November-Bilanz ist bislang getrübt. Der Schanghai-Composite- Index hat 16 Prozent eingebüßt, nachdem die Regierung Maßnahmen eingeleitet hat, um die Bildung einer Aktienblase einzudämmen.

Ihren Schwerpunkt auf chinesische Aktien will Ho dennoch beibehalten. "Wir werden jetzt auch unterbewerteten Aktien mehr Beachtung schenken, denn die hohe Liquidität im Markt dürfte auf den gesamten chinesischen Aktienmarkt überspringen." Bisher investierten Ho und Krishnan vor allem in Wachstumstitel, die sie nach den Fundamentaldaten der Unternehmen auswählen.

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