Befragung zu ETFs
Anleger zu mehr Risiko mit Indexfonds bereit

Wenn Indexfonds (ETFs) Swaps enthalten, statt nur einen Index abzubilden, steigt auch ihr Risiko. Doch immer mehr Anleger scheinen das Risiko in Kauf zu nehmen. Überhaupt nimmt das Selbstbewusstsein bei ETFs zu.
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FrankfurtDie Verunsicherung der Investoren bei börsennotierten Indexfonds (ETFs) hat sich einer Umfrage zufolge gelegt. Nur noch 23 Prozent der professionellen und 19 Prozent der privaten Anleger aus Großbritannien machen sich aktuell Sorgen wegen der Derivaterisiken in ETFs und zögern daher beim Einsatz dieser Fonds. Das zeigten die Ergebnisse einer Umfrage des Analysehauses Morningstar. In der vorherigen Umfrage vom November 2011 hatte der Anteil noch bei 55 Prozent und 35 Prozent gelegen.

Börsennotierte Indexfonds können die Wertentwicklungen von Finanzmarktindizes auf zwei Arten nachvollziehen: Zum einen können sie die entsprechenden Wertpapiere aus den Indizes kaufen und verkaufen. Zum anderen können sie mit Banken Derivategeschäfte - sogenannte Swaps - eingehen, die ihnen die Indexperformance sichern sollen. Weil das nur einen Bruchteil des Fondsvermögens erfordert, können sie das restliche Kapital weitgehend beliebig investieren - auch in Wertpapiere, die nichts mit dem Basisindex des ETFs zu tun haben. Fällt die Bank aus, mit der ein Fonds ein Swap-Geschäft eingegangen ist, richtet sich der Wert des ETF nach dem tatsächlichen Portfoliobestand. Dieser kann von dem des Index abweichen, woraus sich ein Kontrahentenrisiko ergibt.

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