Bei den größten internationalen Aktienfonds kämpft Fidelity mit Performance
Union Investment zieht europäische Aktien US-Titeln vor

„Damit die Phantasie der Anleger erhalten bleibt, müssen die Unternehmen in den kommenden Monaten ihre Umsätze spürbar steigern“, sagt Thomas Meier, Manager des UniGlobal der genossenschaftlichen Union Investment. Unter den weltweit orientierten Aktienfonds mit den größten Anlagevolumina rangiert Meiers Schützling dank eines Zwölfmonats-Wertzuwachses von 10,22 % auf einem der vorderen Ränge.

HB/vwd FRANKFURT/M. Weil die amerikanische Volkswirtschaft bereits „weit voran gelaufen ist“ und die Bewertungen der dortigen Aktienmärkte schon „sehr hoch“ sind, bieten europäische Risikopapiere für Meier in den kommenden Monaten die besseren Perspektiven. Folglich hat der Union-Stratege amerikanische Aktien - gemessen am Vergleichsindex MSCI-Welt - deutlich untergewichtet. Europa und Japan sind dem gegenüber stärker vertreten.

Sein Kollege Richard Habermann, Manager des Fidelity Funds - International Fund sieht in Europa momentan „gute Investmentmöglichkeiten in den Ländern der europäischen Peripherie“. Mit einem Wertzuwachs von nur 1,45 % belegt er im Konkurrenzvergleich nur einen der hinteren Plätze.

Zwar verstehen sich sowohl Thomas Meier als auch Richard Habermann als so genannte „Stock-Picker“, setzen demnach auf eine Einzelaktienauswahl. Doch Habermann von der Fondsgesellschaft Fidelity sieht an den amerikanischen Aktienmärkten immer noch die besten Perspektiven. Im International Fund sind knapp 60 % des Fondsvolumens in den USA investiert.

Habermanns Top-Werte sind, gemessen am Anteil im Fonds, Vodafone, GlaxoSmithKline, Royal Bank of Scotland, Shell Transport sowie BP. Thomas Meier setzt in seinem Fonds auf Finanzdienstleister wie Börsenbetreiber und Vermögensverwalter sowie auf Pharmawerte. Seine größten Positionen sind Citigroup, Deutsche Börse und Altria.

Sofern das von Investoren geforderte und erwartete Umsatzwachstum organisch nicht möglich ist, dürfte es seiner Ansicht nach zu größeren Übernahmen und Fusionen kommen. „Dies wird im kommenden Jahr ein großes Thema sein“, erwartet Meier. Allerdings glaubt er nicht, dass alle Übernahmen sinnvoll sein werden. „Investoren werden sich genau anschauen, ob Manager Konkurrenten übernehmen, um die Schwächen beim organischen Wachstum zu beschönigen."

Fondsanalyst Gerd Bennewirtz von SJB-Skyline in Korschenbroich sieht Meiers Anlagestrategie kritisch und bezeichnet den UniGlobal as „Who-is-who“ in der Standardwerte- Landschaft. „Wenn die Fondsmanager permanent auf ihre Benchmark schielen, ist es kein Wunder, wenn der Fonds dem Index immer ähnlicher wird“, bemängelt er die Anlagepolitik. Auch für den International Fund von Fidelity zeigt sich der Analyst mit Blick auf die Performance wenig erfreut.

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