Bei internationalen Aktienfonds gehen Investmentfirmen unterschiedliche Wege
DWS will US-Aktien aufstocken

Bei der Beurteilung der Aussichten für die Weltwirtschaft sind sich die Experten uneins. So rechnet etwa die Deutsche Bank für das laufende Jahr mit dem kräftigsten globalen Wachstum seit 1976, während Bill Gross, legendärer Gründer der US-Fondsgesellschaft Pimco, die derzeitige Situation für so fragil wie seit 20 oder 30 Jahren nicht mehr hält.

HB FRANKFURT/M. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in der Ausrichtung von zwei der größten weltweit anlegenden Aktienfonds wider. „Dem US-Verbraucher wird angesichts steigender Zinsen und vor dem Hintergrund des Wegfalls von Einmaleffekten die Puste ausgehen“, glaubt Klaus Kaldemorgen, Manager des DWS Akkumula. Mit einem Plus von 22,65 Prozent in zwölf Monaten rangiert das Flaggschiff der Fondsgesellschaft an zweiter Stelle unter den zehn größten weltweit investierenden Aktienportfolios.

Vor dem Hintergrund seiner Prognose hat Kaldemorgen in den zurückliegenden Monaten zyklische und exportabhängige Aktien verkauft. Außerdem verringerte er nicht nur im Akkumula, sondern auch im ebenfalls von ihm verwalteten DWS Vermögensbildungsfonds I seine Deutschland-Positionen. Abgestoßen hat er etwa die Aktien von Infineon und Daimler-Chrysler. „Da gibt es bessere Wettbewerber im Ausland“, sagt er. Aufgestockt hat er im Gegenzug seine Beteiligung an Toyota, Samsung und LG.

Ganz anders sieht dies Thomas Meier, der Deutschland wegen der Erwartung eines zyklischen Aufschwungs in seinem UniGlobal „knackig“ übergewichtet hat. Mit einem Plus von 18,39 Prozent rangiert das Produkt an achter Stelle unter den zehn größten globalen Aktienfonds. Der Fondsmanagern setzt dabei vor allem auf den Gasehersteller Linde und MAN. Auch bei US-Brokern und Finanzwerten wie der Deutschen Börse, der Credit Suisse und der britischen Risikokapital-Gesellschaft III Group sieht Meier gute Chancen. Im Gegensatz zu Kaldemorgen rät er von Technologiewerten gänzlich ab.

Unter regionalen Gesichtspunkten hat Meier im UniGlobal derzeit europäische Titel deutlich übergewichtet, massiv untergewichtet sind angesichts der hohen Bewertung US-Aktien.

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