Bei offensiv vorgehenden Fonds arbeiten nur wenige Manager erfolgreich
Dachfonds: Profis punkten mit Nebenwerten

Dachfonds-Besitzer hatten in den zurückliegenden zwölf Monaten oft wenig Freude. Zufriedenstellende Erträge brachten aber Gesellschaften, die auf europäische Nebenwertefonds setzten.

HB FRANKFURT/M. Recht gut fällt die Bilanz des Dit-Allianz Horizont 9+ und des Gerling Portfolio Wachstum aus: Mit einem Plus von 8,18 Prozent rangiert das Produkt der Publikumsfondsgesellschaft des Allianz- Konzerns Dit an vierter Stelle der aktuellen Rangliste, das Portfolio der Kapitalanlagegesellschaft des Kölner Versicherers Gerling kommt mit 5,61 Prozent auf Platz acht.

Die beiden Top-Ten-Fonds setzten sich mit ganz ähnlichen Anlagestrategien von der Konkurrenz ab und erzielten insbesondere durch die Betonung europäischer Nebenwertefonds Mehrerträge. Daneben punktete Gerling-Portfoliolenker Christian Roch noch kräftig mit seinen Beimischungen von Fonds für europäische und asiatische Schwellenländer.

In der Erfolgsspur fährt der Dit-Fonds noch nicht allzu lange."Das Management hat im vergangenen Jahr fast alles richtig gemacht, in den 24 Monaten davor ist jedoch vieles schief gelaufen", sagt Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H. C. M. Capital Management. Davon zeugt auch die Betrachtung der Wertentwicklung auf drei Jahre, bei der der Fonds mit einem Minus von 7,49 Prozent das mit Abstand schlechteste Ergebnis aller Top-Ten-Produkte aufweist. "Anfang 2004 wurde das Dachfondsmanagement neu organisiert", erklärt Dit-Fondsmanager Metz den Umschwung. Mit Blick auf die Wertentwicklung des Gerling Portfolio Wachstum betont H. C. M.-Experte Portig, dass der Fonds größtenteils das geliefert habe, was von ihm zu erwarten gewesen sei.

Aktuell hat Fondslenker Roch den Anleiheanteil mit 27 Prozent leicht untergewichtet, den Aktienanteil mit 72 Prozent übergewichtet. Bei seinen Investments bevorzugt er eine Kombination aus Basisanlagen wie dem Gerling Europa Aktien oder dem Morgan Stanley US Value Equity, denen er spezialisiertere Produkte wie etwa den europäischen Schwellenländerfonds Adig European Emerging Market beimischt.

Im Gegensatz dazu investiert Dit-Stratege Metz nur in Europa und ausschließlich in Produkte des eigenen Konzerns. Aktuell ist die Aktienseite gegenüber der neutralen Gewichtung von 88 Prozent überrepräsentiert. Mit Fonds wie dem Dit-Wachstum Europa oder dem Dit-Small Cap Europa setzt Metz stark auf europäische und insbesondere deutsche Nebenwerte.

Jörg E. Jäger, Dow Jones

Quelle: Handelsblatt Nr. 241 vom 10.12.04 Seite 38

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