Beimischung aus 2. Reihe
Deutschland-Klassiker überzeugen nicht

In diesem Monat steht für den Dit Concentra ein stolzes Jubiläum an: Am 26. März wird Deutschlands zweitältester Aktienfonds 50 Jahre alt. Die Wertentwicklung in dieser Zeit dürfte Anlegern der ersten Stunde – sofern es diese noch gibt – durchaus Grund zum Feiern geben, verbuchte der Fonds doch seit 1956 ein stolzes Plus von 7 725 Prozent.

HAMBURG. Das entspricht einem durchschnittlichen Zuwachs von 9,14 Prozent pro Jahr.

Auch das jüngste Zwölf-Monats-Ergebnis von 32,56 Prozent wirkt auf den ersten Blick positiv. Dennoch liegt der Concentra damit unter den zehn größten Fonds mit Schwerpunkt deutsche Aktien nur auf Rang sieben, unter allen 94 Angeboten dieser Kategorie reicht es sogar nur zu Rang 44 (Tabelle). Auch das Rating-Urteil C der Analysegesellschaft Feri spricht eher für Mittelmaß. „Der Concentra liefert zwar eine vergleichsweise gute Wertentwicklung, doch das eingegangene Risiko ist überdurchschnittlich hoch“, erläutert Feri-Analyst Christian Michel die Note.

Auch die Mittelrückflüsse von netto 240 Millionen Euro im vergangenen Jahr dürften die Feierlaune der Dit-Verantwortlichen trüben. An der Strategie ihres vorwiegend auf deutsche Standardwerte setzenden Klassikers will die Allianz-Tochter jedoch nichts ändern.

Bei der Union Investment steht ebenfalls keine Veränderung in der Ausrichtung des Unifonds auf der Agenda, obwohl auch dieser angehende Jubilar sich derzeit nicht in Topform präsentiert. So bewertet Feri Deutschlands drittältesten Aktienfonds, der am 12. April 1956 an den Start ging, seit Januar dieses Jahres ebenfalls nur noch mit einem „C“-Rating. Mit einem Zwölf-Monats-Wertzuwachs von 31,87 Prozent liegt der von Hans-Joachim König gemanagte Fonds unter den zehn volumenstärksten Produkten seiner Kategorie hinter dem Concentra auf Platz acht. Damit bleibt der Wertzuwachs dieses Klassikers ebenfalls hinter dem Sektordurchschnitt von 33,20 Prozent zurück.

„Die leichte Underperformance resultierte aus der Untergewichtung des Versorgersektors, der sich besser als erwartet entwickelte“, räumt König ein, der aktuell Exportwerte wie Automobil-, Maschinen- und Anlagenbauer sowie Pharmaunternehmen zu seinen Favoriten zählt. Darüber hinaus will König die Wertentwicklung seines eng am Dax-Index ausgerichteten Fonds mit der Beimischung ausgewählter Titel aus der zweiten Reihe aufpeppen.

In Nebenwerte investiert auch Dit-Manager Wilhelm Heinrichs, allerdings stellen sie derzeit lediglich sechs Prozent des Concentra-Portfolios. Weitere sieben Prozent hält er derzeit in Euroland-Titeln, deren Anteil am Fondsvermögen bis zu zehn Prozent betragen darf. Beim Unifonds bleiben diese Titel dagegen grundsätzlich außen vor.

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