Beimischung
Ein bisschen Luxus für das Depot

Luxusgüterfonds sind eine gute Ergänzung fürs Depot. Sie investieren auch in Hotels, Reisen und Nahrungsmittel.

HB BAD CAMBERG. Luxus-Aktienfonds haben Zukunft. Dem World Wealth Report von Capgemini und Merrill Lynch zufolge hat sich die Zahl der US-Dollar-Millionäre innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll sie um jeweils über sechs Prozent zulegen, gestützt durch die stark wachsende Zahl der Millionäre in Brasilien, Russland, Indien und China. In China sieht Goldman die Nachfrage nach Luxusgütern bis zum Jahr 2010 sogar um jährlich 25 Prozent empor schnellen.

Für Cominvest-Fondsmanager Giovanni Trombello ist die Anlagestrategie klar. "China ist schon heute die Nummer Drei beim Konsum von Luxusgütern". Dementsprechend hat er seinen Cominvest Fund Deluxe, Ausgabetermin: Juli 2006, auf die Hersteller von Luxusgütern und die Wachstumsmärkte ausgerichtet. Credit Suisse hat zum gleichen Termin den Global Prestige Luxusfonds aufgelegt. Das ist auch die Strategie des Clariden Luxury Goods Equity Fund. 50 Nobelmarken sind darin versammelt, darunter Dom Pèrignon, Veuve Clicquot, Louis Vuitton und Berluti. Den Anlegern hat das eventuell ein Plus eingebracht. Denn starke Wertschwankungen sind für Luxusfonds symptomatisch.

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"Sie sind eher etwas für risikobereite Anleger", konstatiert Dirk Stöwe, Fondsmanager für Nestor Europa. Denn weniger Markt und Streuung sei gleichbedeutend mit einem höheren Anlagerisiko. "Sich als Anleger nur auf reine Luxusfonds zu konzentrieren, dafür ist dieser Markt mit seiner stark eingegrenzten Zielgruppe einfach zu eng", bestätigt Sinan York Temelli, Sprecher von Fidelity International. Demzufolge fallen die Schwankungen von Luxusfonds deutlicher aus als bei breiter aufgestellter Fonds. Für Temelli sind solche Luxusanteile deswegen nur als Beimischung im Depot interessant.

Auch Fondsmanager Sander Zondag fährt lieber zweigleisig. Er investiert im Rahmen von ING Invest Prestige & Luxe sowohl in reine Luxusunternehmen wie Richemont und LVMH als auch in Unternehmen mit Premiummarken wie BMW, Carnival und Nike. Diese Strategie hat den Anlegern seit 2004 ein durchschnittliches Plus von 4,8 Prozent eingebracht.

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