Berkshire Hathaway mit guten Quartalszahlen
Buffett-Holding steigert Gewinn deutlich

Berkshire Hathaway, die Investmentholding-Firma des amerikanischen Multimilliardärs Warren Buffett, hat im zweiten Quartal 2005 trotz hoher Verluste im Zusammenhang mit Devisentermingeschäften mehr verdient.

HB OMAHA. Die Holding hat den Gewinn im zweiten Quartal dieses Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 13 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) oder 941 (834) Dollar je Aktie erhöht. Der Umsatz stieg geringfügig auf 18,1 (Vorjahresvergleichszeit: 18) Milliarden Dollar. Der Halbjahresumsatz lag bei 35,8 (35,2) Milliarden Dollar und der Halbjahresgewinn bei unverändert 2,8 Milliarden Dollar oder 1827 (1842) Dollar je Aktie.

Die Berkshire-Aktien gaben im regulären Handel um 0,6 Prozent auf 83 500 Dollar nach. Der Kurs ist so hoch weil die Buffett-Firma seit ihrer Bildung in den sechziger Jahren trotz des Höhenflugs ihrer Aktien nie einen Aktiensplit durchgeführt hatte. Buffett ist Unternehmenschef und Großaktionär bei Berkshire Hathaway. Er ist mit einem Vermögen von 44 Milliarden Dollar zweitreichster Mann der Welt nach Microsoft-Gründer Bill Gates mit 46,5 Milliarden Dollar, hat das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" errechnet.

Berkshire Hathaway mit Sitz in Omaha (Nebraska) kontrolliert den führenden US-Rückversicherer General Re, die Autoversicherung Geico und die Bekleidungsfirmen Fruit of the Loom. Die Gesellschaft hat auch eine riesige Energietochter, Bauproduktfirmen, den Großhandelskonzern McLane, eine Teppichfirma und viele andere Tochterfirmen. Außerdem verfügt die Holding über riesige Aktienpakete von Großkonzernen wie Coca-Cola, American Express und Gillette und hat 43,2 Milliarden Dollar liquide Mittel in der Kasse.

Berkshire hatte am Ende des zweiten Quartals noch gegen den Dollar gerichtete offene Terminkontrakte von 21,5 Milliarden Dollar. Der Dollar hatte sich aber in der Berichtszeit gefestigt, so dass ein Vorsteuerverlust von 619 Millionen Dollar aus den Devisenspekulationen des Unternehmens angefallen waren. Buffett hatte jedoch schon seit 2002 gegen den Dollar gewettet und hatte damit seither mehr als zwei Milliarden Dollar verdient.

Berkshire erwartet mit seinem großen Gillette-Aktienpaket aus dem geplanten Kauf des amerikanischen Rasierklingen- und Batterieherstellers durch den Konsumgüterkonzern Procter & Gamble einen Vorsteuer-Investmentgewinn von 4,6 Milliarden Dollar, wenn die Transaktion abgeschlossen wird. Das Unternehmen will aber die im Zuge des Aktientauschs eingehenden P&G-Aktien ebenso halten wie vorher die Gillette-Aktien.

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