Besonders kleinere Titel bescheren den Fonds in Europa Zugewinne
Fondsvergleich: Nebenwerte sorgen für ein Plus

Der europäische Aktienmarkt steht vor einer Trendwende. Auf Zwölf-Monats-Sicht notieren zwar noch alle Börsenindizes im Minus. Seit Jahresbeginn und auch im vergangenen März jedoch verbuchen die Investoren teilweise schon wieder Gewinne.

FRANKFURT. Die größten europäischen Aktienfonds profitieren davon und erwirtschaften im März durchschnittlich ein Plus von einem Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten verloren sie noch durchschnittlich 41 Prozent an Wert.

"Die europäischen Aktienmärkte entwickeln sich je nach Marktkapitalisierung unterschiedlich", sagt Christian Michel von Feri Euro-Rating Services. So entwickelten sich die Nebenwerte, auch Smallcaps genannt, im laufenden Jahr um acht Prozent besser als die Aktien von höher kapitalisierten Unternehmen. Für die Ratingagentur Feri zählen Aktien von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unter einer Milliarde Euro zu den Smallcaps.

Bereits in den Jahren 2005 und 2006 legten die europäischen Nebenwerte eine deutlich bessere Wertentwicklung hin: Sie stiegen um zehn beziehungsweise zwölf Prozent stärker als die Standardwerte, auch Largecaps genannt. In den Jahren 2007 und 2008 drehte sich das Bild und die Standardwerte gewannen wieder überdurchschnittlich an Wert. "In der Börsenhausse entwickelten sich die Kurse der Smallcaps besser als die der Largecaps und in der jüngsten Baisse haben sich die Largecaps wiederum besser gehalten", sagt der Experte Michel.

Eine erneute Hausse könnte den Fonds mit europäischen Nebenwerten wieder stärkeren Auftrieb geben. Und auf die setzt unter anderem der Pioneer-Funds-European-Research. Gemeinsam mit Royal Dutch Shell ist die Aktie von Eutelsat mit 4,2 Prozent größtes Mitglied im Portfolio. Das französische Unternehmen betreibt weltweit Radio- und Fernsehsatelliten. Allerdings dient der Nebenwert dem Chefstrategen von Pioneer Jeremy James auch nur als Beimischung. Denn er setzt aktuell auch auf die hochkapitalisierten europäischen Aktien von Roche, Novartis, Nestlé und Rio Tinto.

Auch der Klassiker der Produktkategorie - der European-Growth von Fidelity - ist bereits seit 2006 stärker auf europäische Standardwerte ausgerichtet. Und seitdem Alexander Scurlock den Fonds verwaltet, dominiert kein europäischer Nebenwert mehr das Portfolio. Die größten Positionen sind Vodafone, Royal Dutch Shell, Roche, die Münchener Rück und Imperial Tobacco. Die fünf Aktien machen allein 24 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus.

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