Besser als das Original
Fondsmanager hängen US-Nebenwerteindex ab

Eine Kopie ist eher schlechter als das Original. Was in der Kunst zutreffen mag, gilt jedoch nicht für die Nebenwertefonds der US-Fondsgesellschaft Alger. So schneiden die Luxemburger Kopien des Alger Mid Cap Growth und des Alger Small Cap Growth trotz einer höheren Kostenbelastung kurz- und langfristig besser ab als die Originalversionen.

HAMBURG. Das zeigt ein Blick auf die jüngste Auswertung von Feri Rating & Research unter 55 US-Nebenwertefonds. Den Spitzenplatz belegt aber auf Zwölfmonatssicht erneut der US Mid Cap Fund, der dem Mid Cap Growth entspricht. Mit einem Wertzuwachs von rund einem Viertel haben die beiden Fonds den US-Nebenwerteindex Russell 2000 weit hinter sich gelassen, der im gleichen Zeitraum mit 5,11 Prozent im Minus lag.

Der Index hat für die Portfolio-Entscheidungen von Alger-Manager Dan C. Chung ohnehin nur wenig Bedeutung, da er eher auf mittelgroße Unternehmen setzt, während der Index vorwiegend das Segment kleinkapitalisierter Unternehmen abbildet. Entsprechend gering sind die Überschneidungen im Portfolio: So hält Chung nicht einen der zehn größten Indexwerte im Portfolio.

Größer sind die Übereinstimmungen zum Russell 2000 dagegen beim Threadneedle American Smaller Companies Fund, dessen Manager Cormac Weldon immerhin vier im Index vertretene Aktien zu seinen Top Ten zählt. Obwohl der Russell 2000 als Vergleichsindex des Fonds gilt, nimmt jedoch auch Weldon je nach Marktlage große Abweichungen von dieser Messlatte vor, was sich angesichts eines Wertzuwachses von 12,55 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten auch auszahlte. "Wir waren zuletzt deutlich in Finanzwerten untergewichtet, die im Index dagegen die größte Branche darstellen", sagt Weldon.

Ebenfalls vorsichtig gibt er sich hinsichtlich Konsumwerten, da er gegen einen möglichen konjunkturbedingten Rückgang der Nachfrage gewappnet sein will. Auch Immobilienaktien standen bei dem Threadneedle-Manager zuletzt auf der Verkaufsliste, darunter CB Richard Ellis.

Aufgestockt hat er dagegen den Sektor Gesundheitswesen. "In dieser Branche haben wir diverse vielversprechende Unternehmen ausfindig gemacht", erläutert Weldon, der unter anderem auf den Diagnosegerätehersteller Hologic setzt. Wie Alger-Manager Chung setzt auch Weldon bevorzugt auf Wachstumswerte, denen er gute Aussichten einräumt.

Insgesamt gibt sich der Threadneedle-Manager jedoch vorsichtig: "Die gering kapitalisierten Unternehmen könnten bei einer rückläufigen Konjunkturentwicklung stärker unter Druck geraten", sagt Weldong. Hinzu komme, dass diese Unternehmen aufgrund ihres Schwerpunkts auf dem Heimatmarkt USA kaum von der Schwäche des Dollars profitierten.

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