Bestes großes Anleihehaus: Einmal Risiko und zurück

Bestes großes Anleihehaus
Einmal Risiko und zurück

Die Nummer eins unter den großen Anleihefonds kommt aus dem Sparkassenlager. Mit dem rechtzeitigen Schwenk auf risikoreiche Bonds sicherte sich die Deka den Preis bei den Fund Awards. Doch jetzt rücken die Risiken wieder stärker auf den Radar.
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FRANKFURT. Frank Hagenstein, zuständiger Geschäftsführer bei der Deka, hat das deutsche Haus mit 175 Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen auf das Siegerpodest geführt. Die Fondsgesellschaft der Sparkassengruppe hat ein beeindruckendes Comeback hinter sich. Vor einigen Jahren noch krisengebeutelt durch desolate Anlageergebnisse, räumte die Gesellschaft intern auf, gab sich eine neue Struktur und neue Führung.

Bei Anleihen hat die Deka gutes Timing bewiesen. "Der Preis zeigt: Wir haben den Schalter rechtzeitig umgelegt", sagt Hagenstein. Er meint damit: Die Deka ist bei Anleihen im Frühjahr 2009 von einer defensiven auf eine offensivere Strategie gewechselt. Das Jahr 2008 war ein Desaster für risikoreiche Bonds wie Titel von Unternehmen oder jenen aus Emerging Markets. Im Folgejahr dagegen schlug das Pendel zurück und bescherte Anlegern in diesen Segmenten spektakuläre Gewinne.

Für das laufende Jahr erwartet der Deka-Mann Sägezahnmärkte mit Auf- und Abschwüngen, keine ausgeprägten Trends wie in den beiden Vorjahren. "Die Zinsen am kurzen Ende werden vielleicht länger niedrig bleiben als viele erwarten", glaubt Hagenstein.

Hagenstein hat allerdings die Risiken auf dem Radarschirm, die sein Szenario ins Wanken bringen könnten. Er denkt an neue Banken- oder gar Staatskrisen: "Dann könnten die Renditen noch weiter nach unten gehen." Bei einer solchen, neuerlichen Zuspitzung würden die Anleger wieder Zuflucht in "sicheren Häfen" suchen.

In der Produktpolitik denkt die Deka über Neuheiten nach. Zu den Gedankenspielen gehört ein reiner Fonds für Eurozonen-Staatsanleihen, der ganz ohne Beimischungen auskommt.

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