Beteiligung ab 50 000 Euro möglich
Bildungsfonds setzen auf kluge Köpfe

Anleger investieren nun auch hier zu Lande in begabte Studenten – und können dabei eine ansehnliche Rendite erzielen.

FRANKFURT/M. Eine in Europa bisher weitgehend unbekannte Form der Studienfinanzierung erfreut sich hier zu Lande zunehmender Beliebtheit: Nach der Handelshochschule Leipzig (HHL) legt die Technische Universität (TU) München als zweite Hochschule einen Bildungsfonds auf. Anbieter ist in beiden Fällen die Münchener Career Concept AG, die im Wintersemester 2002/2003 bereits den deutschlandweit ersten Fonds an der European Business School ins Leben gerufen hat.

Während Bildungsfonds in Deutschland noch ein Nischenprodukt sind, haben sich die Investitionen in Humankapital in den USA längst durchgesetzt. Die Idee: Fonds sammeln Investorengelder ein und reichen sie an Studenten weiter, die damit Studiengebühren, Lebenshaltung oder Auslandsaufenthalte finanzieren. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach dem Berufseinstieg für einen festgelegten Zeitraum einen Teil ihres Gehalts an den Fonds abzuführen. Diese Rückflüsse sollen dem Anleger eine attraktive Rendite bringen.

So zahlen Studenten an der HHL, denen zwei Jahre die Studiengebühren von 4000 Euro pro Semester erstattet werden, fünf Jahre 8,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens zurück. „Der Vorteil für die Studenten ist, dass keine fixe Schuldenlast entsteht“, sagt Career-Concept-Vorstand Krieg. „Je weniger sie verdienen, desto weniger zahlen sie zurück.“

Spätestens acht Jahre nach Studienende muss die Rückzahlung allerdings erfolgt sein. Sind die Geförderten in diesem Zeitraum nicht in der Lage, dies zu leisten, wird die Fördersumme in ein verzinsliches Darlehen umgewandelt. Ausnahme: Die Geförderten sind ohne Unterbrechung arbeitslos gemeldet und zu staatlichen Transfers berechtigt. „Dann zahlen sie nichts“, sagt Krieg.

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