Beteiligungskapital
Im Boom Risiken sicher managen

Seit Jahren schon weist der Markt für privates Beteiligungskapital nur in eine Richtung: steil nach oben. Die relativ geringe Korrelation mit Aktien und Renten in Kombination mit hohen Renditen treibt das Wachstum von Private Equity auf immer neue Höchststände.

HB FRANKFURT. Allein im Jahr 2006 warben Private-Equity-Fonds weltweit rund 432 Milliarden Dollar ein und ließen so das Gesamtvolumen aller Fonds auf mehr als 2, 8 Billionen Dollar anwachsen. Angesichts des rasanten Wachstums rücken nun zunehmend auch die Herausforderungen, die ein solcher Boom mit sich bringt, in das Blickfeld. Eine davon: Die hohen Renditen locken ständig weitere Anleger an. Der wachsende Kapitalberg erhöht den Investitionsdruck und damit auch das Risiko, sich an weniger lukrativen Unternehmen zu beteiligen.

Risikomanagement rückt damit zwangsläufig auf die Agenda der Investoren. Zumal sich bei Private Equity einmal getroffene Entscheidungen in der Regel nicht einfach und schnell korrigieren lassen. Die Investments laufen meistens über mindestens zehn Jahre und ein liquider Sekundärmarkthandel ist gerade in schwierigen Kapitalmarktphasen meist nicht vorhanden.

Im Gegensatz zu traditionellen Anlagen beginnt Risikomanagement bei Private Equity daher maßgeblich bereits vor der Investition. "Due Diligence", also die sorgfältige Analyse, Prüfung und Bewertung eines Beteiligungsfonds, spielt eine entscheidende Rolle. Denn in keiner anderen Assetklasse ist der Renditeunterschied zwischen einem durchschnittlichen Fonds und einem Fonds aus dem Top-Quartil höher als bei Private Equity.

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Wichtig für das fortlaufende Risikomanagement ist vor allem eines: Transparenz über die Art der Bewertung von noch nicht veräußerten Beteiligungen sowie über den geplanten Cashflow Verlauf. Insbesondere Transparenz erweist sich in der Regel als große Herausforderung. Da Beteiligungen - von einigen bisher noch wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht auf einem organisierten Markt gehandelt werden, lassen sich keine allgemeinen Marktpreise ermitteln. Der Komplexitätsgrad der Bewertungen steigt noch im Fall eines breit diversifizierten Beteiligungsportfolios wie einem Dachfonds.

Das Risikomanagement basiert also wesentlich auf dem Zugang zu aussagekräftigen Daten auf Ebene des Beteiligungsfonds. Dachfonds nehmen dem Anleger in diesem Sinne vieles ab: Der Fondsmanager übernimmt sowohl die aufwändige Selektion der Beteiligungsfonds als auch die Aufbereitung der umfangreichen Daten.

Klaus Bollmann ist Geschäftsführer der Union Alternative Assets GmbH.

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