Betreiberprojekte
Bilfinger versilbert Infrastruktur-Fonds

Institutionelle Anleger haben 80,1 Prozent der Anteile am Infrastruktur-Fonds von Bilfinger Berger erworben. In dem Fonds sind 18 Bau- und Betreiberprojekte zusammengefasst. Konkurrent Hochtief plant ähnliche Verkäufe.
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StuttgartDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat die Mehrheit an seinem Infrastruktur-Fonds an Investoren verkauft und erlöst damit 240 Millionen Euro. Der aus sogenannten Betreiberprojekten bestehende Fonds sei „in schwierigem Kapitalmarktumfeld“ platziert worden, sagte Vorstandschef Roland Koch am Mittwoch in Mannheim.

Die Offerte sei überzeichnet gewesen. 80,1 Prozent der Anteile seien von institutionellen Anlegern erworben worden, den Rest behalte Bilfinger Berger nach einer Kapitaleinlage von knapp 50 Millionen Euro. In dieser Größenordnung belaufe sich auch der zu erwartende Buchgewinn. Die Börsennotierung an der Londoner Börse sei für den 21. Dezember geplant.

In dem Fonds sind 18 Bau- und Betreiberprojekte wie Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse und öffentliche Verwaltungsgebäude in Großbritannien, Deutschland, Kanada und Australien zusammengefasst. Für Bau und den Betrieb kassiert Bilfinger Berger Geld von der öffentlichen Hand. Bilfinger hatte die Ausgliederung beschlossen, um gut 140 Millionen Euro Eigenkapital freizusetzen, die in den Projekten stecken.

Die Projekte sind für Investoren interessant, weil sie in einer Zeit schwankender Märkte stabile Einnahmen versprechen. Das Fonds-Management, das komplett von Bilfinger Berger kommt, hat eine Dividendenrendite von 5,5 Prozent im Jahr versprochen.

Auch Konkurrent Hochtief will seine Beteiligungen an Betreiberprojekten, die Sparte Concessions, schon länger zu Geld machen. Zum Verkauf stehen zunächst Anteile an Flughäfen, zur Concessions-Sparte gehören auch Mautstraßen und Infrastrukturprojekte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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