Bewährungsprobe steht noch aus: Vermögensaufbau-Fonds nutzt Börsen-Hoch

Bewährungsprobe steht noch aus
Vermögensaufbau-Fonds nutzt Börsen-Hoch

Wenn der Kulmbacher Verleger und Fondsmanager Bernd Förtsch das Börsenjahr 2005 Revue passieren lässt, schwingt Zufriedenheit mit. Auf Sicht der vergangenen drei Jahre könne dem Vermögensaufbau-Fonds "keiner das Wasser reichen".

HAMBURG. Wenn Bernd Förtsch das Börsenjahr 2005 Revue passieren lässt, schwingt Zufriedenheit mit. Zwar habe der von ihm betreute Vermögensaufbau-Fonds die gute Performance des Jahres 2003 nicht ganz übertreffen können, so der Kulmbacher Verleger und Fondsmanager in der jüngsten Ausgabe seines Magazins "Wert und Wachstum". Aber auf Sicht der vergangenen drei Jahre könne ihm "keiner das Wasser reichen".

Eine Einschätzung, der sich kaum widersprechen lässt. Um durchschnittlich 42,79 Prozent pro Jahr legte der bei Hauck & Aufhäuser in Luxemburg aufgelegte Vermögensaufbau-Fonds zwischen Anfang 2003 und Ende 2005 zu. Und auch wenn der eigene Zuwachs des Kalenderjahres 2003 (57,78 Prozent) 2005 mit 52,50 Prozent knapp verfehlt wurde, zum Sieg über 264 Konkurrenten in der Kategorie "Mischfonds flexibel" reichte es.

Die Basis seines Erfolgs sieht Förtsch in einer "Drei-Säulen-Strategie": So kauft er etwa je ein Drittel Standardwerte wie Allianz, ein Drittel Abfindungskandidaten wie die deutsche Tochter des französischen Axa-Konzerns und ein Drittel spekulative Titel wie das japanische Internetportal Livedoor. Für die Option, schlechte Zeiten an den Aktienbörsen mit Renten und Geldmarktpapieren zu überbrücken, sieht er derzeit keinen Anlass: "Zumindest für die erste Jahreshälfte sollte sich die zuversichtliche Stimmung an den globalen Finanzmärkten halten." Insbesondere US-Titel stünden vor einem guten Jahr.

Ob sich der 2002 aufgelegte Vermögensaufbau-Fonds mit seiner Drei-Säulen-Strategie auch in schwachen Börsenphasen behaupten kann, muss die Zukunft zeigen. Fest steht jedenfalls, dass Förtsch an seine Leistungen in der im Frühjahr 2000 einsetzenden Baisse nur ungern erinnert wird. So wehrt er sich zurzeit vor Gericht gegen den Vorwurf, mit dem zu dieser Zeit von ihm betreuten DAC-Fonds UI "totalen Schiffbruch" erlitten zu haben. Zwischen März 2000 und März 2003 fiel der Anteilspreis dieses international anlegenden Aktienfonds um knapp 90 Prozent. Überzeugende Ergebnisse in guten und in schlechten Zeiten weist dagegen der auf Rang zwei platzierte GLG Capital Appreciation Fund auf. Dieser 1997 von der auf Hedge-Fonds spezialisierten Gesellschaft GLG Partners aufgelegte Mischfonds variiert seine Aktienquote zwischen 20 und 95 Prozent und verlor damit in der Spitze weniger als ein Drittel an Wert. Im vergangenen Jahr setzte GLG-Manager Noam Gottesman auf Energietitel sowie auf Japan. Die aktuelle Aktienquote beträgt rund 70 Prozent, nachdem sie Ende Dezember noch bei 94 Prozent gelegen hatte. Aus dieser vorsichtigeren Haltung eine negative Meinung für das Börsenjahr 2006 abzuleiten, wäre jedoch falsch. Gottesman: "Wir betreiben ein sehr aktives Management, in einigen Wochen kann die Quote schon wieder ganz anders aussehen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%