Bewertungsniveau
Japan erholt sich

Gemessen an den gängigen Bewertungsmustern sind japanische Aktien nicht mehr teuer.

So liegt das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der 1723 Aktien im breiten japanischen Aktienindex Topix bei 14,6. Zum Vergleich: Im US-Index S&P 500 liegt diese - zugegeben recht wacklige - Kennzahl bei über 20. Doch auch aus dem Substanzblickwinkel überzeugen die Titel am Kabutocho. Für sie zahlen Anleger das 1,4-Fache des Eigenkapitals, während Wall-Street-Titel den 2,5-fachen Buchwert kosten. Auch in puncto Dividendenrendite schlägt Tokio mit 2,6 Prozent inzwischen New York (2,2 Prozent).

Geholfen hat der fundamentale Vorsprung japanischer Aktien bisher allerdings nicht. Seit Jahresanfang steht die Tokioter Börse ebenso unter Wasser wie der große Rest der Börsenwelt. In Euro gerechnet, verloren Anleger am Kabutocho seit Silvester gut zwölf Prozent. Doch das attraktive Bewertungsniveau japanischer Aktien bietet jetzt ein vergleichsweise solides Fundament, um mindestens auf eine bald einsetzende Erholungsrally an den Börsen zu setzen.

Chancen signalisiert zudem die Charttechnik des Topix. So trifft das Kursbarometer an der Marke von 1200 Indexpunkten auf eine wichtige langjährige Unterstützungszone. Gegen eine Fortsetzung der hohen Abwärtsdynamik der vergangenen Monate spricht außerdem der weite Abstand zur 200-Tage-Durchschnittslinie. Diese verläuft etwa ein Viertel oberhalb des aktuellen Indexstandes. Anleger, die den Sprung nach Tokio wagen wollen, können zu einem börsennotierten Indexfonds (ETF) auf den Topix greifen.

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