Bilanz 2005: Fondsmanager sehen Potenzial für Daimler-Aktie

Bilanz 2005
Fondsmanager sehen Potenzial für Daimler-Aktie

Für Adig-Fondsmanagerin Heidrun Heutzenröder hat das Jahr 2005 erfreulich geendet: Mit einem Wertzuwachs von 33,18 Prozent landete der von ihr gemanagte Klassiker Fondak in der Kategorie Aktien Standardwerte Deutschland bei Feri Rating & Research am Jahresende auf dem Siegertreppchen.

HAMBURG. Heutzenröder führt das gute Ergebnis unter anderem auf die positive Kursentwicklung von EADS, Hypo Real Estate und Allianz zurück, die aktuell zu den zehn größten Positionen im Fonds gehören. Der Versicherungskonzern bleibt auch 2006 einer ihrer Favoriten: "Die Aktie ist günstig bewertet, zudem ermöglichen die Umstrukturierungsmaßnahmen im Deutschland-Geschäft noch einiges an Kursphantasie", sagt die Fondsmanagerin. Für den Elektroriesen Siemens rechnet sie 2006 mit einem Comeback. "Im vergangenen Jahr hat sich die deutliche Untergewichtung positiv auf die Wertentwicklung des Fonds ausgewirkt, jetzt habe ich die Position wieder aufgestockt", erläutert Heutzenröder. Auch der Autokonzern Daimler-Chrysler habe viel Potenzial, weil er davon profitieren werde, dass die Verbraucher wegen der Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr Autokäufe vorziehen. Zudem sei die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von elf sehr günstig.

Dem pflichtet Susan Levermann bei. Die Managerin des zweitplatzierten DWS Zürich Invest Aktien Deutschland hatte das niedrige Kursniveau nach der letzten Gewinnwarnung des Unternehmens zum Einstieg genutzt, derzeit ist der Autobauer mit 9,7 Prozent Anteil die größte Position im Fonds. Den knappen Vorsprung vor den von ihrem Kollegen Henning Gebhardt gemanagten Fonds DWS Aktien Strategie Deutschland, DWS Select-Invest und DWS Deutsche Aktien Typ O führt Levermann unter anderem auf die etwas höhere Gewichtung von Nebenwerten zurück. Zudem investiere sie stärker entgegen der Marktmeinung, was 2005 oft vorteilhaft gewesen sei.

Der von vielen Marktexperten erwarteten Renaissance von Wachstumswerten (Growth) sieht die Managerin entspannt entgegen: Sie habe den Fonds seit rund sechs Monaten stärker auf Wachstumstitel ausgerichtet. Auch Heutzenröder, deren Fonds seit Frühjahr 2000 überwiegend auf Substanzwerte (Value) setzte, beobachtet Growth-Werte wieder genauer. Der Anlageschwerpunkt liege jedoch weiter klar auf Value-Aktien.

Nach Meinung von Werner Hedrich hat Levermann die besseren Möglichkeiten, von Wachstumswerten zu profitieren: "Der Zürich Invest Aktien Deutschland hat ein Volumen von rund 150 Millionen Euro, was Levermann bessere Chancen bietet, in Wachstumsnischen zu investieren. Heutzenröder kann dagegen aufgrund des Volumens von rund zwei Milliarden Euro im Fondak nur bedingt auf diese Titel setzen", sagt der Research-Leiter der Ratingagentur Morningstar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%