Biotech
Gesundheitsfonds aus Schweden liegen vorn

Ein Gespür für den Bereich Medizin und Gesundheitswesen liegt Henrietta Theorell Malmsäter als Enkelin des Medizin-Nobelpreisträgers Hugo Theorell offenbar im Blut: So belegt der von ihr gemanagte SEB Concept Biotechnology in der aktuellen Zwölf-Monats-Statistik von Feri Rating & Research mit einem Wertzuwachs von 25,41 Prozent derzeit den Spitzenplatz.

HAMBURG. Auch in den Vormonaten gehörte der SEB Concept Biotechnology fast durchweg zu den besten Angeboten dieser Vergleichsgruppe. Das gute Ergebnis sieht Theorell Malmsäter vor allem in der gelungenen Aktienauswahl begründet. Ein gutes Gespür bewies sie zum Beispiel mit dem Biotech-Unternehmen Bioenvision, das kurz nach der Aufnahme ins Portfolio von Genzyme übernommen wurde - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Kurs.

Auch die Wette auf Vitrolife habe sich ausgezahlt: "Die Aktie der auf künstliche Befruchtung spezialisierten Gesellschaft legte im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent zu und gehörte fast durchweg zu den größten Positionen im Fonds", sagt Theorell Malmsäter. Zudem habe sie beim Schweizer Biotech-Unternehmen Actelion die im vergangenen Jahr aufgelaufenen Gewinne rechtzeitig gesichert, bevor die Aktie der auf die Erforschung des Neurohormons Endothelin spezialisierten Gesellschaft Anfang 2007 unter Druck geriet.

Generell bevorzugt die ausschließlich im Biotech-Sektor aktive SEB-Managerin markterfahrene und profitable Unternehmen, die bereits Gewinn erwirtschaften und über eine breite Produktpipeline verfügen. "Unternehmen in einem ganz frühen Stadium, deren Wirkstoffe die Marktreife noch nicht erreicht haben, kaufe ich nur in Ausnahmefällen", ergänzt sie.

Im Portfolio des drittplatzierten Carnegie Medical ist der Biotech-Sektor nur mit 24 Prozent gewichtet, rund die Hälfte des Fondsvermögens steckt in Pharmatiteln. "Wir beobachten weltweit rund 500 Unternehmen aus allen Bereichen rund ums Thema Gesundheit", sagt Carnegie-Manager Henrik Rhenman. Die Einzeltitelauswahl erfolge dann gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Beirat. Obwohl der Carnegie Medical bereits Ende 1998 aufgelegt wurde, besitzt er erst seit März die deutsche Vertriebszulassung.

Jan Richter, Analyst der Münchener Beratungsgesellschaft Fondsconsult, sieht das Carnegie-Produkt durchaus als eine Bereicherung für den deutschen Fondsmarkt. "Wir raten generell eher zu breit aufgestellten Fonds, die alle Teilbereiche des Gesundheitssektors abdecken", sagt er. Reine Biotech-Produkte wie der SEB Concept Biotechnology kämen hingegen eher für erfahrene Investoren infrage, die von den langfristig positiven Aussichten des Biotech-Sektors profitieren wollten.

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