Börsencrash oder Korrektur nach VW?
„Die Märkte sind ein bisschen angeschossen“

Die Märkte sind nervös und schwanken daher sehr, sagt Eckhard Sauren. Der bekannte Dachfondsmanager über die wirklich wichtigen Themen an der Börse – und eine rein deutsche Perspektive auf den VW-Skandal.
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Eckhard Sauren ist Deutschlands bekanntester Dachfondsmanager. Er ist überzeugt, dass der VW-Skandal im aktuellen Marktumfeld global eher ein untergeordnetes Thema ist. Das bestätigen ihm auch seine Gespräche mit vielen Fondsmanagern. Das sich abschwächende Wachstum in China und die erwartete Zinswende in den USA sind das größere Thema. Auf welche Herausforderungen sich Investoren einstellen müssen und warum klassische Anlagestrategien nicht mehr funktionieren.

Herr Sauren, wie haben Sie die vergangenen Börsenwochen erlebt?
Ehrlich gesagt relativ entspannt.

Der September war aber doch ein sehr schwacher Börsenmonat, der August ebenfalls …
Unsere Portfolios sind gut aufgestellt und haben mit Absolute-Return-Strategien auch in den vergangenen Wochen positive Erträge generiert. Solche Long-Short-Strategien waren das einzige, was zuletzt lief.

Sie haben also auf Fonds gesetzt, die auch auf abstürzende Kurse spekulieren?
Es sind marktneutrale Strategien, die eben auch in fallenden Märkten Geld verdienen können. Das bringt natürlich Ruhe in unsere Depots. Wir haben ja in den vergangenen Wochen sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen eine hohe Volatilität, also starke Schwankungen erlebt.

Als Dachfondsmanager sprechen Sie natürlich mit vielen Fondsmanagern. Welche Themen treiben die Profis jetzt um?
Kernthema ist auf jeden Fall das schwächelnde Wachstum der chinesischen Wirtschaft und seine Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Wenn Chinas Wirtschaft weniger stark wächst, dann hat das natürlich Auswirkungen auf europäische Unternehmen. Sie erzielen ihr Wachstum größtenteils – mitunter sind es 40 bis 50 Prozent – in China. Wenn das zurückgeht, erleben wir natürlich eine Korrektur der Börsenbewertungen. Einen Vorgeschmack darauf haben wir bereits bekommen.

Kommentare zu " Börsencrash oder Korrektur nach VW?: „Die Märkte sind ein bisschen angeschossen“"

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  • Sie versuchen wieder einmal mit "Namensklau", diese Tatsachen bzgl. der "Kursmanipulationen"
    ins lächerliche zu ziehen. Fakt ist, die Derivate die heute morgen vor Xetrastart bereits 30 Punkte
    im Minus waren, sind jetzt 2 Euro wert. Entschuldigen sie bitte, aber evtl. kommt ja doch einmal darauf
    dagegen vorzugehen, wenn er mit mit Daxprodukten ausgestoppt wurde bei 9310 obwohl das JAHRESTIEF bei 9325 war. Das erinnert doch schwer an VW.....Da wird uns was "verkauft" was es
    gar nicht gibt!!!!!

  • Das wird doch alles nur noch von Maschinen gesteuert, es handelt doch kein Mensch mehr, alles automatischm,emotionslos
    hunderte Punkte in Sekunden, da kann der Kleinanleger nur staunen,aber der kauft nur Puts
    deshalb ist der Put das meistgehandelte Derivat

  • Das das keiner merkt, seit Jahren schreibe ich schon von den AUSSERbörslichen Kursen
    leider musste ich öfters meinen Namen ändern, "Programmierer,Schneider usw. "
    aber ich allein habe den Schattenmarkt entdeckt!!
    Die ganze Finazwelt schaut nur zu und macht nichts VORbörslich zu den günstigsten Kursen.
    Die Tiefstkurse immer, wirklich immer VOR Xetrasstart, und keinem fällt es auf :( nur mir....

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