Börsengehandelte Indexfonds
Boom der Indexfonds lockt neue Anbieter

Der Markt für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) wächst auch in der Krise. Im vergangenen Jahr stieg das verwaltete Vermögen in Europa um fast ein Fünftel auf 112,9 Mrd. Euro. Jetzt korrigiert ein großer Marktteilnehmer seine Prognose sogar nach oben. Wer vom ETF-Boom profitiert.

FRANKFURT. Die offizielle Deutsche-Bank-Schätzung für das europaweite ETF-Vermögen Ende 2010 liegt bisher bei 150 Mrd. Euro. „Das könnten wir meiner Meinung nach schon Ende dieses Jahres erreichen. Sollten sich die Aktienmärkte erholen, sind sogar 180 Mrd. Euro möglich“, sagt Thorsten Michalik, Leiter ETF-Sparte der Deutschen Bank.

Indexprodukte auf Aktien-Barometer wie den Dax oder auch Anleihe-Messlatten locken Investoren. Reizvoll sind die geringen Gebühren im Vergleich zu traditionellen Investmentfonds, die Transparenz und die jederzeitige Handelbarkeit zum aktuellen Indexwert. Diese Vorteile ziehen in der Finanzkrise gerade institutionelle Investoren noch stärker an als zuvor. Außerdem sind die in der Finanzkrise wieder stark beachteten Bonitätsrisiken bei diesen Produkten praktisch ausgeschlossen. Laut Michalik „sind ETFs ein Auffangbecken für enttäuschte Anleger“.

Bisher ist der Markt unter drei großen Anbietern verteilt. Es führt Barclays vor der Société-Générale-Tochter Lyxor Asset Management und der schnell wachsenden Deutschen Bank (siehe „Barclays führt“). Der Rest verteilt sich auf mehr als zwei Dutzend kleinere Teilnehmer. Der ETF-Boom zieht jetzt allerdings neue Anbieter an und animiert einige der bisherigen Mitspieler zur Expansion – insbesondere europäische Häuser.

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Sehr konkret sind die Pläne beim viertgrößten europäischen und etwas über vier Mrd. Euro schweren Anbieter Credit Suisse Asset Management. Etwa zur Jahresmitte will das Haus in vielen europäischen Ländern ETF-Produkte zulassen. „Das machen wir auch in Deutschland“, sagt Henning Busch, Leiter der hiesigen Asset-Management-Sparte.

Crédit Agricole Asset Management als Nummer elf wird ebenfalls offensiv. „Bis zum Jahresende wollen wir die Produktpalette von 24 auf über 70 erweitern“, sagt Deutschland-Leiter Hubert Dänner. Die französische Gesellschaft hat ehrgeizige Pläne: Bis zum Jahr 2011 will sie das Vermögen von derzeit 1,5 Mrd. Euro auf zehn Mrd. Euro steigern.

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