Börsengehandelte Produkte als kostengünstige Basisinvestments.
Indexfonds setzen ihren Siegeszug fort

Die Zahl „40“ wird zum Symbol für einen Börsenboom der besonderen Art. Es geht nicht um Aktien, sondern um börsengehandelte Indexfonds, im Branchenjargon Exchange Traded Funds genannt, kurz ETFs.

Im September überschritten die darin angesammelten Gelder die magische Marke von 40 Mrd. Euro. So viel Kapital steckten Investoren inzwischen in die an europäischen Börsen notierten ETFs.

Der Markt wächst rasant. Erst im Frühjahr 2000 startete das Geschäft in Europa, inspiriert vom Boom der Produkte in den USA. Heute lassen 19 Anlagehäuser an einem Dutzend europäischer Handelsplätze rund 140 ETFs notieren. Anfangs konzentrierten sich die Auflagen auf die wichtigen Aktienindizes. Inzwischen erweitern die Anbieter ihre Paletten mit speziellen Aktien-ETFs, stoßen stärker in die Anleihesegmente vor und erobern völlig neue Vermögensklassen.

Der Erfolg der ETF-Idee hat viele Väter. Eine wichtige Rolle spielt die wachsende Unzufriedenheit institutioneller Anleger mit den Ergebnissen aktiver Verwalter, die durch Übergewichtungen von Ländern, Branchen oder Einzelwerten eine vorgegebene Messlatte schlagen wollen – daran aber häufig scheitern. In dieser Situation liegt das Ausweichen auf Indexprodukte nahe. Es vermeidet auf jeden Fall unterdurchschnittliche Ergebnisse. Die geringen Gebühren in punkto Managementgebühr sind dabei ein Faktor. Sie erreichen teilweise nur einen Bruchteil der Belastungen von aktiv verwalteten Fonds.

Darüber hinaus können ETFs während der gesamten Börsenhandelszeiten zu ihrem aktuellen und fairen Wert gekauft oder abgestoßen werden. Das Prinzip „Fonds handeln wie Aktien“ trägt daher wesentlich zum Erfolg des Produktmodells bei. Zu guter Letzt lassen sich diese Instrumente auch im Rahmen von kombinierten Kassa- und Terminmarktstrategien einsetzen.

Das Geschäft ist stark konzentriert. Wenige Gesellschaften und Produkte dominieren. Gemessen an den verwalteten Geldern liegt derzeit die zur französischen Société-Générale-Gruppe gehörende Lyxor Asset Management an der Spitze. Es folgen die deutsche Indexchange als Teil der Hypo-Vereinsbank-Gruppe und die britische Barclays Global Investors. Auf der Produktseite ziehen die ETFs für die großen und bekannten Messlatten das Geschäft auf sich. Der größte Teil des Kapitals steckt in den Euro-Stoxx- 50-ETFs von Lyxor und Barclays. Vorne liegen zudem die Portfolios von Lyxor und Indexchange für den Cac 40 beziehungsweise den Dax.

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