Brasilien-Anleihen gelten als Favoriten
Fondsmanager setzen auf Lateinamerika

Hoch rentierliche Anleihen von Schwellenländern spielen beachtliche Gewinne ein – zumindest war das in der jüngeren Vergangenheit der Fall.

HB/vwd Frankfurt/M. Sabine Krüger vom Fondsresearch der DekaBank und Michael Discher-Remmlinger vom DIT bleiben für die Anleihemärkte der Emerging Markets zwar optimistisch. Aber sie rechnen nicht mit einer Fortsetzung der temporeichen Rally. Auch Dietmar Herbach vom Fondsresearchhaus Feri Trust sagt: „Anleger werden künftig mit einer geringeren Wertentwicklung rechnen müssen.“

In zwölf Monaten erwirtschaftete der von Discher-Remmlinger betreute DIT-Dresdner Emerging Markets Bond einen Wertzuwachs von 42,03 %. Dieses Ergebnis bringt den Fonds der zum Allianz-Konzern gehörenden Fondsgesellschaft in der Hitliste auf den zweiten Platz. Mit 36,51 % folgt der von Krüger gesteuerte DekaTeam - EM Bond CF der zur Sparkassenorganisation gehörenden Fondsgesellschaft Deka auf dem dritten Rang.

Gute Chancen sehen Krüger und Discher-Remmlinger weiterhin in der Region Lateinamerika, die in beiden Fonds mit Anteilen von knapp 60 % vertreten ist. Ihr besonderes Interesse gilt Brasilien, wo der neue Präsident Lula da Silva mit seiner Reformpolitik positiv überrascht habe. „Das Vertrauen der Märkte ist nach Brasilien zurückgekehrt“, sagt Discher-Remmlinger. Er erwarte außerdem eine Rating-Heraufstufung des Landes und halte die Renditevorsprünge von sechs Prozentpunkten für attraktiv.

„Aktuell bleiben wir auch in Ecuador übergewichtet“, sagt Krüger. Derzeit profitiere das Land von den festen Ölpreisen, was zu einer Verbesserung der Schuldensituation beitragen dürfte, erläutert sie. Die Ölkarte spielt Discher-Remmlinger in Lateinamerika außer in Ecuador auch in Mexiko.

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