Britische Unternehmen bevorzugt
Steigender Uran-Preis lässt Rohstofffonds gut aussehen

Rohstofffonds stehen im Moment gut da. Doch der Stabilitas Gold + Resourcen von Axxion spielt in einer eigenen Liga: Seit der Auflage im Oktober 2005 erzielte er ein Plus von 105 Prozent. Zwar ist der Vorsprung zuletzt geschmolzen, aber auch im Jahresvergleich liegt Stabilitas vorn.

HAMBURG. Dem sehr guten Abschneiden von Stabilitas Gold + Resourcen steht ein Plus von 43 Prozent im von der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Rating & Research als Vergleichsindex herangezogenen MSCI World Materials entgegen; die übrigen 51 Fonds der Kategorie schafften im Durchschnitt 33 Prozent.

Obwohl der Vorsprung etwas geschmolzen ist, liegt der Stabilitas Gold & Resourcen auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich vorn; in diesem Zeitraum betrug der Zuwachs 31,23 Prozent (Tabelle). Fondsberater Werner Ullmann führt das erneut gute Abschneiden vor allem auf seinen hohen Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen zurück, die mehr als zwei Drittel des Fondsvermögens ausmachen. "Viele dieser Firmen in unserem Portfolio verfügen nicht nur über hervorragende Wachstumschancen, sondern haben auch massiv ihre Kosten gesenkt", sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Augsburger Investment-Boutique ERA Resources.

Einen nicht unerheblichen Beitrag leisteten zudem Investitionen im Uran-Sektor, der im Stabilitas Gold & Resourcen aktuell 21 Prozent ausmacht. Obwohl der Preis für diesen Rohstoff seit 2001 von acht Dollar auf aktuell über 110 Dollar förmlich explodiert ist, sieht der Fondsberater weiteres Potenzial. "In der Energiepolitik gibt es zur Kernkraft und damit zu Uran kaum Alternativen", sagt er und kann sich vor diesem Hintergrund durchaus Preise von 200 Dollar pro Pfund vorstellen. Auch bei den meisten anderen Rohstoffen und den dort tätigen Unternehmen sei noch kein Ende der Preissteigerungen absehbar: "Viele institutionelle Anleger wie Pensionskassen fangen gerade erst an, in diesen Bereich zu investieren", sagt Ullmann.

Auf den folgenden Plätzen der jüngsten Auswertung finden sich zwei börsengehandelte Indexfonds (Fachwort: ETFs) auf den Dow Jones Stoxx 600 Basic Resources sowie ein ETF auf den MSCI Europe Materials. Beide Indizes bilden ausschließlich europäische Unternehmen ab, wobei der Schwerpunkt auf Großbritannien liegt. Diese starke Konzentration ist einer der Gründe, warum Tim Geisler vom Fonds-Zentrum Nürnberg im Rohstoffsektor aktiv gemanagte Fonds bevorzugt. Dabei gehört der Stabilitas Gold + Resourcen zu seinen Favoriten. "Das hinter dem Fonds stehende Team verfügt über eine sehr große Erfahrung mit kleinen Minenwerten", lobt Geisler. Auch die in der Vergangenheit angewandten Absicherungsstrategien hätten einen Mehrertrag gebracht.

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