Bürohäuser: Weltgrößter Staatsfonds investiert in US-Immobilien

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Weltgrößter Staatsfonds investiert in US-Immobilien

700 Milliarden Dollar verwaltet der norwegische Staatsfonds, er besitzt schon Immobilien in London, Paris und Berlin. Jetzt kommen einige Objekte in den USA dazu – für ein stolzes Sümmchen.
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New YorkDer norwegische Staatsfonds erwirbt eine Beteiligung von 49,9 Prozent an fünf US-Büroimmobilien von TIAA-CREF. Es ist für den weltgrößten Staatsfonds das erste Immobilieninvestment in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Der Fonds wird 1,2 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 900 Millionen Euro) für die Objekte in New York City, Washington D.C. und Boston zahlen, teilte der in Oslo angesiedelte Staatsfonds am Montag mit. Verkäufer TIAA-CREF behält 50,1 Prozent von jeder Immobilie und wird die Gebäude verwalten.

„Das ist das erste Immobilieninvestment des Fonds außerhalb Europas und entspricht unserer Strategie, ein weltweites Immobilienportfolio hoher Qualität aufzubauen“, sagte Karsten Kallevig, Chief Investment Officer Immobilien bei Norges Bank Investment Management, dem Vermögensverwalter des Fonds. „Als weltgrößter Immobilienmarkt werden die USA ein wichtiger Bestandteil des langfristigen Immobilienportfolios des Fonds.“

Der 700 Milliarden Dollar (etwa 523 Milliarden Euro) schwere Fonds expandiert in den Immobilienbereich und strebt an, fünf Prozent seiner Gelder in Immobilien zu investieren. Er hat bereits Immobilien in London, Paris, Frankfurt, Berlin, Zürich sowie im englischen Sheffield erworben.

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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Die USA haben - im Gegensatz zu anderen Volkswirtschaften - ein positives Bevölkerungswachstum. Ob dadurch langfristige Nachfragesicherheit entsteht, hängt vom Verhalten anderer Investoren (Entwicklung des Wettbewerbs) ab. Bedeutsam ist der Kaufpreis. Falls eine Rückflussrechnung auch ohne gewichtige Unterstützung durch Inflation vorliegt, hätten die Norweger ein vortrefflich gutes Geschäft ganz ohne Zukunftspoker gemacht. Sollte die Rentierlichkeit aber Inflation vorausgesetzen, so ist die Frage interessant, wo die Inflation erwartet wird. Bei Darlehensfinanzierung wären es die USA. Im Falle einer norwegischen Staatsfinanzierung oder einer Drittländerfinanzierung würde durch USA-Inflation nur hilfreich sein, wenn Währungs- bzw. Kursrisiken begrenzt werden könnten. Alles in allem: die Nachricht ist interessant und provoziert gewiss viele Fragen, Hypothesen und Spekulationen bei konkurrierenden Kapitalanlegern. Ein fataler Geschäftsgrund wäre die Erwartung einer globalen Währungskrise. Ausschließen vermag eines solche Erwartung aber zurzeit wohl niemand. Ob negative Prognosen den Kauf initiiert haben, wird man an den Reaktionen Dritter und der Preisentwicklung im Immobilienmarkt ablesen können.

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