BVI-Statistik
Deutsche kaufen Auslandsfonds für Milliarden

Ausländische Fondsanbieter gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung. In den ersten drei Monaten dieses Jahres setzten sie netto Fondsanteile im Wert von 2,5 Mrd. Euro ab.

ina FRANKFURT. Insgesamt hielten Anleger Ende des ersten Quartals Fondsanteile ausländischer Gesellschaften im Wert von 41 Mrd. Euro in den Händen. Das geht aus einer neuen Statistik des deutschen Investmentverbandes BVI hervor. Insgesamt beträgt das verwaltete Publikumsfondsvermögen in Deutschland 604 Mrd. Euro. Der Gesamtabsatz im ersten Quartal erreichte 11,1 Mrd. Euro.

Den Wunsch zur Einbeziehung ausländischer Anbieter, die ihre oft europaweit vertriebenen Produkte meist zentral über Luxemburg anbieten, hatte der Verband schon seit längerem geäußert. Jetzt liefern sieben der wichtigsten Adressen vollständige Vermögens- und Absatzdaten für Deutschland.

In der Rangfolge der größten in Deutschland aktiven Fondsgesellschaften rangiert Franklin Templeton mit einem verwalteten Vermögen von 15,5 Mrd. Euro auf Rang sechs, dicht gefolgt von Fidelity mit 15,3 Mrd. Euro Vermögen. Gemessen am Nettoabsatz im ersten Quartal ist die UBS-Gruppe stärkster Auslandsanbieter. Mit einer Mrd. Euro liegt sie knapp hinter Union Investment auf Platz fünf.

Neben den drei erwähnten Häusern sind Nordea, M&G, Pioneer Investments sowie die Anlagesparten der SEB neu oder vollständig in die Statistik einbezogen – UBS und SEB waren in der Vergangenheit nur mit Teilen ihrer in Deutschland abgesetzten Produkte präsent. „Das ist ein erster Schritt zur Erhöhung der Aussagekraft über den deutschen Markt“, sagt ein BVI-Sprecher. Weitere Anbieter sollen hinzukommen. Zugesagt hätten Mellon sowie die bisher ebenfalls nur teilweise in das Zahlenwerk einbezogenen Credit Suisse Asset Management und Axa Investment Managers.

Wegen des höheren Aufwandes bei der Datenerfassung soll die neue Statistik vorerst nur vierteljährlich publiziert werden. Parallel dazu wird der Verband weiterhin etwa zur Monatsmitte seine reguläre und traditionelle Monatsstatistik für die deutschen Gesellschaften und ihre ausländischen Töchter vorlegen.

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