Carlson-Managerin setzt auf Indien und China
Asien-Fonds fahren Achterbahn

HB HAMBURG. „Wer in den Carlson Asian Small Cap investiert, braucht starke Nerven“, sagt Holger Bufe. Damit spielt der Geschäftsführer des Geldanlage-Centrums in Hamburg auf die Achterbahnfahrt des Carlson-Fonds in den vergangenen Jahren an. Zwar liegt das auf kleinere und mittlere Unternehmen in Südostasien spezialisierte Aktienprodukt mit einem Plus von 37,15 Prozent im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 96 Pazifik-Fonds auf Platz zwei und zählt auch über drei Jahre zu den Top-Angeboten seiner Vergleichsgruppe. Zwischenzeitlich kam es jedoch immer wieder zu starken Schwankungen.

Seit Anfang 1999 zeichnet Anna Ho für den Fonds verantwortlich, der 1995 von Carlson Investment Management in Stockholm aufgelegt wurde. Mittlerweile gehört Carlson, die 2001 von Skandia übernommen wurde, zur norwegischen DNB NOR Asset Management. Von Hongkong aus investiert Ho in kleine Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von maximal einer Mrd. US-Dollar. Ihre Aktienauswahl trifft die Hongkong-Chinesin dabei nach einem thematischen Ansatz: Zweimal im Jahr werden die wichtigsten Investment-Themen von allen Fondsmanagern der DNB-Gruppe definiert. Ho sucht anschließend nach den Unternehmen, die am stärksten davon profitieren.

Aktuell sind China und Indien die wichtigsten Themen: Chinesische Firmen machen 55,5 Prozent des Fondsvermögens aus, Aktien aus Indien sind mit 35,4 Prozent gewichtet. „In China investieren wir vor allem in Industriefirmen und in Indien bevorzugen wir unter anderem die Bereiche Rohstoffe, Chemie und Verpackung“, sagt Ho. Die größten Positionen in ihrem Portfolio sind aktuell das indische Chemie-Unternehmen United Phosphorus sowie Fu Ji Food & Catering Service und die Worldmetal Holding aus China.

Ganz andere Schwerpunkte setzt Simon Koh Hong Boo. Der Manager des Adig Fund Asian Tiger von Cominvest investiert derzeit vor allem in Titel aus Südkorea, Taiwan und Singapur. Mit einem Plus von 33,82 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten liegt er nur zwei Plätze hinter dem Carlson-Fonds. Das Drei-Jahres-Ergebnis bleibt jedoch deutlich hinter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe zurück.

Für die zuletzt bessere Performance sorgte ein Strategiewechsel, den Koh Hong Boo in den vergangenen 18 Monaten umgesetzt hat. Zuvor legte der Cominvest-Manager erst die Länderaufteilung fest und suchte anschließend nach attraktiven Firmen. Nun ist der erste Schritt weggefallen, zudem gewichtet er besonders attraktive Titel deutlich stärker als bisher. Das koreanische Schwergewicht Samsung Electronics beispielsweise ist mit 9,6 Prozent aktuell die größte Position in seinem Portfolio. Auf Platz zwei folgt Qin Jia Yuan Media Services mit vier Prozent.

Trotz der großen Unterschiede beurteilt Investment-Berater Bufe sowohl den Carlson Asian Small Cap als auch den Adig Fund Asian Tiger als „durchaus attraktives Produkt“. Wegen der starken Preisschwankungen seien beide jedoch generell nur als Beimischung geeignet.

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