Carmignac Patrimoine-Fonds
Der Fels in der Brandung

Während andere Fonds in der Krise abschmieren, schlägt sich der Carmignac Patrimoine-Fonds erstaunlich gut. Seit Jahresanfang hat er nur knapp drei Prozent eingebüßt. Mit einer niedrigen Aktienquote und einer Auswahl von Beteiligungen in Schwellenländern, ist der Fonds gut gerüstet für turbulente Zeiten.

FRANKFURT / DÜSSELDORF. Der Fonds fällt auf: Nahezu verlustfrei behauptet sich der Misch-Fonds Patrimoine aus dem Hause Carmignac Gestion seit Jahresanfang. Nur etwa drei Prozent büßte der ausgewogene Misch-Fonds ein und schlägt sich damit angesichts der weltweiten Börsentalfahrt wacker. Im vergangenen Monat, der mehr schwarze Börsentage zählte als je zuvor und Kurse in historischem Ausmaß einbrachen, legte der Patrimoine gar 0,5 Prozent zu. Damit knüpft der Fonds an seine Erfolgsgeschichte an, denn über das letzte Jahrzehnt hinweg bescherte er seinen Anlegern jährlich rund 9,8 Prozent Gewinn.

Eine bemerkenswerte Entwicklung für den milliardenschweren Fonds - immerhin verwaltet das Management-Team rund um den Firmengründer Edouard Carmignac 3,8 Mrd. Euro. Zwar gäbe es viele ähnlich ausgerichtete Misch-Fonds von Konkurrenten wie der Deutschen Bank oder der Deka, sagt Christian Michel, Fondsanalyst von der Ratingagentur Feri: "Doch der Patrimoine läuft bemerkenswert gut". Deswegen bekommt der Fonds bei den Rating-Agenturen Morningstar und Feri mit fünf Sternen und einem "B" auch über die letzten drei Jahre hinweg überzeugende Bewertungen.

Vergleiche unter den heterogenen Misch-Fonds sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn ihre Richtlinien unterscheiden sich stark. Selbst der im Fall Patrimoine eingesetzte statische Referenzindex - den der Fonds auf den veröffentlichten Prospekten über Jahre hinweg deutlich hinter sich ließ - verkommt bei genauer Betrachtung zum willkürlichen Vergleich. Denn der Patrimoine investiert aggressiver und flexibler als der herangezogene Referenzindex und viele seiner Wettbewerber. Carmignac wählt als Vergleichsmaßstab einen Index, der sich je zu 50 Prozent aus dem Weltaktienindex MSCI AC World und dem Weltanleiheindex Citigroup WGBI zusammensetzt. Im Gegensatz zum nahezu verlustfreien Patrimoine verlor dieser in den letzten zwölf Monaten knapp zwölf Prozent, betont das Management.

Zwar kann der Fonds laut Satzung bis zu maximal der Hälfte aus Aktienanteilen bestehen und somit der Indexstruktur durchaus entsprechen. Aktuell liegt die Aktienquote hingegen nur bei rund 15 Prozent. 57 Prozent investiert der Fonds in Rentenwerte und in turbulenten Zeiten darf das Management einen Großteil der verwalteten Mittel auf die "hohe Kante", sprich in die Kasse, legen (aktuell 25 Prozent). Diese sehr flexible Strategie ermöglicht es dem Fonds auch bei schlechtem Börsenklima stabile Erträge zu generieren.

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