CESR-Beschluss
Größere Spielräume für die Fondsbranche

Die eurpäische Aufsichtsbehörde CESR in Paris hat zugestimmt, dass Ucits künftig auch Finanzprodukte erwerben können, die auf anerkannten Hedge-Fonds-Indizes basieren. Und sie hat Voraussetzungen dafür aufgestellt.

FRANKFURT. „Als Ucits emittierte Wertpapierfonds in Europa werden stärker in die Anlageklasse Hedge-Fonds investieren“, sagt Dirk Söhnholz von Feri in Bad Homburg dem Handelsblatt. Die Aufsichtsbehörde CESR (Committee of European Securities Regulators) in Paris hat jetzt zugestimmt, dass solche Ucits künftig auch Finanzprodukte erwerben können, die auf anerkannten Hedge-Fonds-Indizes basieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Hedge–Fonds–Indizes als „Finanzindizes“ nach Artikel 9 der Ucits-Directive 2007/16/EC klassifiziert werden und darüber hinaus zusätzliche Anforderungen im Hinblick auf die Index-Methodik und auf die Veröffentlichung von Daten und Informationen erfüllen. Der von Feri Institutional Advisors im Jahr 2002 kreierte Arix-Hedge-Fonds-Index erfüllt die von der CESR gesetzten Anforderungen.

Der Begriff Ucits ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities“. In der deutschen Investmentszene wird hierfür die Bezeichnung Ogaw (Organismen für die gemeinsame Anlage in Wertpapieren) verwendet. Die Ucits-Richtlinie zielt auf einen Mindeststandard für die Emission von Wertpapierfonds in der Europäischen Union. Die meisten Fonds in der EU entsprechen den Ucits-Richtlinien. Insgesamt erreicht das Anlagevermögen der Ucits 5,5 Bill. Euro.

Die Kommission regt in ihrem jetzt vorgelegten Papier an, dass Ucits neben den bisher zugelassenen fünf Arten von Vermögensgegenständen – Wertpapiere, Derivate, Investmentfonds, Geldmarktpapiere und Bankguthaben – künftig auch in Finanzinstrumente investieren können, die auf Hedge-Fonds-Indizes basieren. „Für die Ucits–Fonds sind Produkte auf Hedge-Fonds-Indizes ein sehr interessantes Anlagewerkzeug“, sagt Söhnholz. Für die Investmentstrategie der Kapitalanlagegesellschaften würden sich dadurch künftig völlig neue Spielräume eröffnen.

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