China-Experten von Baring und First State setzen auf inländische Konsumgütertitel
Yuan-Aufwertung erfreut Fondsmanager

Die Aufwertung des chinesischen Yuans hat Fondsmanager in der Region positiv überrascht. Die chinesische Zentralbank hatte die Landeswährung am 21 Juli um 2,1 Prozent aufgewertet und den Dollar als Bezugsgröße durch einen Währungskorb ersetzt.

HB HAMBURG. Lilian Co, Managerin des Baring Hong Kong China Fund, geht davon aus, dass nun mehr Geld in die chinesischen Kapitalmärkte fließen wird.

In den vergangenen zwölf Monaten wuchs das Volumen des Baring-Fonds um 24 Prozent. Ob Co dieses Tempo halten kann, ist aber ungewiss: „Die chinesische Wirtschaft verlangsamt sich, das Gewinnwachstum geht zurück und viele Aktien werden bereits auf einem fairen Bewertungsniveau gehandelt“, sagt sie. Investoren empfiehlt sie, Aktien sehr selektiv zu wählen. Gute Chancen hätten einige Industrie- und Konsumgütertitel sowie Hafenbetreiber, Containerhersteller und die Betreiber von Mautstraßen. Auch den boomenden Technologiesektor beurteilt Co positiv. „In diesem Jahr kommen voraussichtlich bereits 85 Prozent der Notebook-Produktion Taiwans aus China. 2001 waren es erst vier Prozent.“

Einen rigorosen Stockpicking-Ansatz verfolgt auch Martin Lau. Die größten Erfolge erzielte der Manager des im Zwölf-Monats-Vergleich führenden First State Greater China Growth dabei mit Konsumgüteraktien. Derzeit sind in diesem Sektor 35 Prozent des Portfolios investiert.

Für besonders interessant hält Lau Unternehmen, die sich wie der Handelskonzern China Resources Enterprise auf den inländischen Markt konzentrieren: „Dort ist der Wettbewerb weniger scharf als auf den Weltmärkten“, sagt er. Exportorientierte Unternehmen könnten Probleme bekommen, falls die USA oder andere Abnehmerstaaten ihre Märkte für chinesische Waren stärker abschotten.

Obwohl der First-State-Manager die Aussichten der Region mittelfristig positiv sieht, überwiegen für ihn aktuell die Risiken: „Im Vergleich zu vielen anderen Märkten sind Hongkong, Taiwan und China zwar noch immer günstig bewertet. Einer generellen, zum Beispiel durch Inflation ausgelösten Börsenschwäche könnten sie sich jedoch kaum entziehen.“ Für besonders gefährdet hält Lau unter anderem Zement- und Stahlproduzenten. Auch Telekom-Titel wie China Telecom oder China Mobile sind in seinem Portfolio nicht enthalten.

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