China
Pensionsfonds geraten unter Sanierungsdruck

Die chinesische Regierung hat angeordnet, dass ehemalige Firmenmitarbeiter höhere Rentenzahlungen erhalten sollen. Dadurch geraten ohnehin schon marode Pensionsfonds unter zusätzlichen Druck.

PekingIn China setzt die Anordnung höherer Rentenzahlungen viele ohnehin defizitäre Pensionsfonds unter zusätzlichen Sanierungsdruck. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag mitteilte, hat die Regierung in Peking eine Anhebung der Ruhestandsbezüge für ehemalige Firmenmitarbeiter um rund 6,5 Prozent in allen Provinzen verordnet.

Das bedeutet beispielsweise für den Pensionsfonds der Region Liaoning im Nordosten des Riesenreichs eine Belastung von elf Milliarden Yuan – das sind umgerechnet 1,48 Milliarden Euro. Dabei steckte der Fonds 2015 laut Xinhua bereits mit 10,5 Milliarden Yuan tief in den roten Zahlen.

Mit Heilongjiang und Jilin kämpften auch zwei weitere von der Schwerindustrie geprägte Provinzen mit Defiziten in den Pensionskassen. Um die Sanierung voranzubringen, hat der Staat Ende 2015 die Marschroute ausgegeben, Dividenden und Erlöse von Staatskonzernen zum Stopfen der Löcher in den Fonds zu nutzen.

Laut Xinhua geht die Küstenprovinz Shandong dabei mit gutem Beispiel voran: Sie hat demnach bereits 18 Milliarden Yuan, umgerechnet 2,42 Milliarden Euro, zu diesem Zweck in die Pensionskassen gelenkt. Und in Shanghai sollen 19 Prozent der staatlichen Firmenerlöse zur Stützung der Fonds genutzt werden. Vor rund einem Jahr hatte China Pensionsfonds zudem erstmals Investitionen am Aktienmarkt erlaubt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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