China

Rentenfonds sollen Zugang zur Börse erhalten

China will das Rentensystem des Landes auf Nachhaltigkeit trimmen. Um den staatlich gelenkten Rentenfonds bessere Renditen zu ermöglichen, sollen diese nun Zugang zur Börse erhalten. Das hat noch einen weiteren Nutzen.
Kommentieren
Nach den jüngsten Kurseinbrüchen an Chinas Börse könnte die Pläne der Regierung für neue Impulse sorgen. Quelle: AFP
Sog der Konjunkturabkühlung

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen an Chinas Börse könnte die Pläne der Regierung für neue Impulse sorgen.

(Foto: AFP)

ShanghaiChina will staatlich gelenkten Pensionsfonds Investitionen an der Börse ermöglichen. Demnach sollen von Regionalregierungen gesteuerte Fonds die Möglichkeit erhalten, 30 Prozent ihres Nettoanlagevermögens in Aktien zu investieren. Einem in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten Entwurf des Finanzministeriums zufolge sind auch andere Anlageformen möglich: so etwa Investitionen in Aktienfonds, bestimmte Derivate und in Infrastrukturprojekte. Bislang durften die Pensionsfonds ihr Geld nur in Staatsanleihen und Bankeinlagen stecken. Die Fonds verwalten insgesamt Vermögenswerte im Volumen von zwei Billionen Yuan (umgerechnet rund 288 Milliarden Euro).

Der staatlichen Zeitung „Securities Times“ zufolge könnten nach den neuen Regeln künftig bis zu 87 Milliarden Euro in den Aktienmarkt fließen. Der Staat will den Fonds mit den neuen Regeln bessere Renditemöglichkeiten für ihre Anlagen eröffnen und zugleich das Rentensystem auf Nachhaltigkeit trimmen.

Die besten Geldmanager Deutschlands
Wer macht mehr aus dem Geld?
1 von 11

Für das wichtige Stimmungsbarometer der Finanzbranche, der Weconvene-Extel-Umfrage, bewerten Großinvestoren wie Fondsmanager, Hedgefonds, Aktienanalysten und Investor-Relations-Experten und Finanzchefs gegenseitig die Qualität ihrer Arbeit. Weltweit gaben rund 18.000 Experten ihre Stimme ab, für Deutschland gut 2.400. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die besten Vermögensverwalter und Fondsmanager in Deutschland für das Jahr 2015 vor.

Platz 1: LBBW Asset Management
2 von 11

Zum wiederholten Male im Ranking der besten Vermögensverwalter Deutschlands hat es die Tochter der Landesbank Baden-Württemberg ganz nach oben aufs Treppchen geschafft. Gelobt wird deren solides Fondsmanagement, gute Kenntnisse auch über kleine Unternehmen und ein guter Service.

Platz 2: Allianz Global Investors
3 von 11

Die Tochter des Versicherers erreicht erneut Rang zwei der besten Asset Manager Deutschlands. Das größte deutsche Fondshaus mit besonderer Stärke im Geschäft mit Großinvestoren gilt als „exzellenter Vermögensverwalter“ mit großer Leistungspalette sowie gutem Handel und guter Analyse.

Platz 3: Deutsche Asset & Wealth Management
4 von 11

Die Deutsche-Bank-Vermögensverwaltungstochter, ebenfalls regelmäßig unter den Top-Fondshäusern, hat unter Brokern den Ruf eines Stock-Pickers mit globalem Blick. Die Fondsmanager schauen der Aussagen zufolge genau auf einzelne Aktien wie auch auf gesamtwirtschaftliche Trends.

Platz 4: Deka Investment
5 von 11

Die Sparkassenfondstochter ist erneut viertbester Vermögensverwalter. Broker heben unter anderem deren „sehr professionellen“ Handel hervor.

Platz 5: Tresides Asset Management
6 von 11

Aufgestiegen in die Top Fünf ist der neue, kleine Vermögensverwalter für Großinvestoren aus Stuttgart. Beim erst 2013 gegründeten Fondsanbieter, der nach eigener Angabe mehr als 1,7 Milliarden Euro in Aktien, Anleihen und Rohstoffen managt, loben Broker die qualifizierten, erfahrenen Fondsmanager und deren Fähigkeit, von Anbeginn an gute Performance zu erzielen.

Im Bild: Die zwei Fondsmanager Wolf und Maisch (vl) im Büro von Tresides.

Platz 1: Helmut Bartsch
7 von 11

Große Stabilität gibt es auch unter den Top-Fondsmanagern. Erneut wurde Helmut Bartsch aus dem Hause LBBW Asset Management als bester Fondsmanager gekürt. Sein gutes Wissen auch über kleine Firmen überzeugte beispielsweise Broker. Beeindruckt hat auch, dass er stets gut vorbereitet in Konferenzen kommt.

Zugleich dürfte die staatlichen Wirtschaftslenkern daran gelegen sein, den Börsen nach den jüngsten Kurseinbrüchen im Sog der Konjunkturabkühlung neue Impulse zu geben. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, öffnet die Zentralbank in Peking die Geldschleusen weiter.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "China: Rentenfonds sollen Zugang zur Börse erhalten"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%