Cominvest favorisiert Zielfonds ausländischer Anbieter - Strategiewechsel bei der Deka
Dachfonds profitieren von hoher Aktienquote

Trotz höherer Aktienquote und einer größeren Auswahl an Zielfonds hat die Sparkassentochter Deka mit ihren offensiv ausgerichteten Dachfonds das Performance-Tal noch nicht verlassen.

HB HAMBURG. So landen die insgesamt vier Mitglieder der Familie „Deka Struktur: Chance“ im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich ihrer Kategorie allesamt im hinteren Drittel, der „Deka Struktur: 2 Chance“ belegt unter 55 ähnlich strukturierten Konkurrenten sogar nur den fünftletzten Platz (Tabelle).

„Bis Ende 2004 lag die maximale Aktienquote bei 80 Prozent, viele Mitbewerber konnten dagegen bis zu 100 Prozent ihrer Gelder in Aktienfonds investieren“, begründet Steffen Selbach das schlechte Abschneiden der Fondsfamilie. Nach Aussage des stellvertretenden Leiters des Bereichs Fondsberatung und Fondsvermögensverwaltung der Dekabank ist dies besonders in den vergangenen drei Jahren ein großer Nachteil gewesen.

Seit Januar darf das Deka-Team ebenfalls bis zu 100 Prozent auf Aktienfonds setzen. Zudem stehen ihm seither die Fonds von sieben weiteren Fremdgesellschaften zur Verfügung: Franklin Templeton, Gartmore, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Schroders, Threadneedle und UBS. Zuvor durfte nur in die hauseigenen Fonds und die Produkte von JP Morgan Asset Management, Swisscanto und Lombard Odier Darier Hentsch & Cie. investiert werden.

Die neuen Freiheiten nutzen die Manager der Chance-Familie, die insgesamt 3,7 Mrd. Euro verwaltet, bisher allerdings kaum. Die Aktienquote aller vier Fonds liegt aktuell bei rund 80 Prozent, und die fünf größten Positionen, die jeweils zusammen knapp 60 Prozent des Portfolios ausmachen, stammen wie der IFM Aktien Global, der IFM Aktien USA und der IFM Aktien Europa ausschließlich aus dem eigenen Hause. Was nämlich kaum ein Anleger wissen dürfte: Die Investmentgesellschaft International Fund Management, von der die Fonds stammen, ist eine 100-prozentige Tochter der Dekabank.

Ein wesentlich niedrigeres Volumen, dafür aber eine deutlich bessere Performance weisen die Konkurrenzprodukte Global Masters Fund und Premium Stars Chance auf. Beide wurden bei der Commerzbank-Tochter Cominvest aufgelegt und kommen gemeinsam lediglich auf ein Volumen von zehn Mill. Euro. Die Aktienquote liegt mit etwa 90 Prozent deutlich höher als beim Deka-Quartett, ebenso der Anteil konzernfremder Fonds.

In beiden Portfolios zählt der Wanger US Smaller Companies Fund zu den Top-Drei-Positionen. Auch der Europa Aktienfonds Ulm ist in beiden Portfolios prominent vertreten. Für das trotz der guten Wertentwicklung niedrige Volumen gibt es eine einfache Erklärung: Der Premium Stars Chance wird exklusiv über die Versicherung Cosmos vertrieben, den Global Masters Fund können Anleger nur über die Londoner Fondsgesellschaft Lehner Investments kaufen.

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