Dachfonds
Deka-Manager reduzieren Anteil der Schwellenländer

Die weltweite Talfahrt an den Aktienmärkten im vergangenen Monat ist auch an Dachfonds mit dem Schwerpunkt auf Aktienfonds nicht spurlos vorübergegangen. Mit defensiven Strategien sollen sie nun wieder in ruhigeres Fahrwasser geführt werden.

HAMBURG. Obwohl sie in der Regel nicht vollständig, sondern lediglich mit 70 bis 80 Prozent ihres Vermögens auf den Aktienmärkten investiert sind, ging es für die 54 bei Feri Rating & Research gelisteten Dachfonds dieser Kategorie im Mai um durchschnittlich 5,35 Prozent bergab.

Besonders arg erwischte es mit einem Minus von 9,74 Prozent den Monega Chance der Monega KAG. Dessen Performance litt darunter, dass die Fondsgesellschaft – eine gemeinsame Investment-Tochter von Sal. Oppenheim und der DEVK-Versicherung – den Anlagefokus im April von weltweit auf den Raum Asien-Pazifik eingegrenzt hatte. In dieser Region fiel der jüngste Kursrutsch allerdings besonders heftig aus.

Mit der Maßnahme will Monega-Manager Edgar Göcke den Fonds langfristig wieder auf Erfolg trimmen. Dies scheint auch bitter nötig: Der Monega Chance gehört bereits seit längerem zu den Schlusslichtern seiner Gruppe, aktuell ist er Vorletzter. Göcke zufolge hat in der Vergangenheit vor allem das starke Engagement in US-Aktienfonds die Wertentwicklung belastet.

Wenig Anlass für einen Umbau des Anlageuniversums gibt es dagegen beim LBBW Balance CR 75, der von der Luxemburger Tochter der Dekabank betreut wird. Mit einem Wertzuwachs von 22,24 Prozent belegt der Fonds im jüngsten Vergleich den Spitzenplatz. Anders als der Monega Chance hat der Fonds keinen vorgegebenen regionalen Schwerpunkt, sondern investiert weltweit. „In den vergangenen zwölf Monaten haben unter anderen die Zielfonds Deka Convergence Aktien, JPM Europe Equity und Threadneedle Global Select zur guten Wertentwicklung beigetragen“, erläutert Steffen Selbach. Nach den Angaben des Leiters der Fondsvermögensverwaltung bei der Dekabank hat sich auch der Einstieg in den MLIIF World Energy von Merrill Lynch ausgezahlt.

Im Mai kam der LBBW Balance CR 75 mit einem Minus von 6,05 Prozent zwar deutlich besser davon als der Monega Chance, wurde aber gegenüber dem Sektordurchschnitt vergleichsweise stark in Mitleidenschaft gezogen.

Selbach begründet dies unter anderem mit seinem Engagement in den Schwellenländern. „Diese Position haben wir aber bereits seit Mitte Februar von 13 auf mittlerweile rund sieben Prozent heruntergefahren“, so Selbach. Angesichts der jüngsten Turbulenzen auf den Aktienmärkten hat sein Team die Aktienquote seit Jahresbeginn von 100 auf derzeit 88 Prozent reduziert.

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