Dachfonds
Fondsmanager erwarten starke Kursschwankungen

Das ist ein glatter Durchmarsch, den Markus Kaiser von der Investmentgesellschaft Veritas hingelegt hat: Der von ihm gemanagte Dachfonds A2A Defensiv führt ein Jahr nach seiner Auflegung die aktuelle Ein-Jahres-Statistik der 71 defensiv anlegenden Dachfonds an.

HAMBURG. Bis heute weist der Fonds kein negatives Monatsergebnis auf. Und auch der Drittplatzierte der Feri-Tabelle, der Fonds Veritas SG Ertrag, steht unter Kaisers Obhut. Der einzige Unterschied: Der Veritas Ertrag darf maximal 15 Prozent in Aktien investieren, der A2A Defensiv 20 Prozent.

Bis Ende des ersten Quartals 2006 hat Kaiser die Aktienquote gern ausgereizt. Wegen erhöhter Marktschwankungen reduzierte er dann jedoch sein Engagement. Aktuell liegt es beim A2A Defensiv bei 9,6 Prozent – und der Veritas-Manager bereitet sich darauf vor, es ganz auf Null zu setzen. „Unser Trendphasenmodell zeigt uns derzeit ein erhöhtes Risiko für kurzfristige Rückschläge“, so Kaiser. Die Monate ab Mitte Oktober seien traditionell schwankungsanfällig. Auch die Entwicklung an den Rentenmärkten beobachtet Kaiser mit Argusaugen: Mit 63 Prozent machen Rentenfonds den Löwenanteil seines Fonds aus. Über Derivate sichert er sich ab, um bei einem kurzfristigen Trendwechsel die Laufzeiten des Rentenengagements aktiv steuern zu können.

Michael Winker hat eine andere Strategie, um der Kursschwankungen Herr zu werden: Er setzt verstärkt auf Wandelanleihenfonds. „Wandelanleihen profitieren von den Aktien- und den Rentenmärkten, vor allem, wenn die Marktschwankungen steigen“, sagt der Manager der Bad Homburger Feri Institutional Advisors. Winker berät den bei der Luxemburger Activest aufgelegten Multiselect Absolute Return. Er hat das Mandat vor drei Monaten übernommen, als er frisch zu Feri kam. Seitdem ist die Quote der Wandelanleihenfonds von fünf auf aktuell 15 Prozent gestiegen. „Ansonsten hat sich an der Ausrichtung des Fonds nichts geändert“, so Winker. So ist ein Top-Performer der vergangenen zwölf Monate mit 9,8 Prozent noch immer ein Schwergewicht im Fonds: der Aktienfonds BWI-Dividenden-Strategie-Euro. „Eine stärkere Berücksichtigung von Aktienfonds hat uns in der Vergangenheit eine gute Wertentwicklung beschert. Wir sehen auch momentan keinen Grund, Aktienfonds den Rücken zu kehren“, so Winker. Denn Aktien seien derzeit günstig bewertet, ganz im Gegensatz zu Anleihen.

Doch unabhängig von der Anlagestrategie verfolgen Kaiser und Winker das gleiche Ziel: Nicht die Performanceoptimierung steht im Vordergrund, sondern ein optimales Risiko-Rendite-Verhältnis samt Kapitalerhalt.

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