Dank russischer Aktien und Versorgertiteln
DWS-Europafonds bleibt von Kreditkrise unberührt

Der Aktienfonds DWS Sterne Europas bleibt auf Erfolgskurs. Mit einem Zwölf-Monats-Plus von 32,04 Prozent belegt der von Michael Sieghart betreute Europafonds derzeit den Spitzenplatz unter 345 Konkurrenten dieser Vergleichsgruppe. Das gute Abschneiden führt der Fondsmanager auf die hohe Gewichtung russischer Aktien zurück.

HAMBURG. Aktuell machen russische Aktien rund neun Prozent des Portfolios des Aktienfonds DWS Sterne Europas aus. Aber auch mit seinen Engagements in Versorgern aus den Bereichen Wasser- und Atomkraft zeigt sich der DWS-Manager zufrieden. "Diese Unternehmen profitieren besonders stark von den immer stärker steigenden Strompreisen", erläutert er.

Von den Auswirkungen der Kreditkrise im Bankensektor blieb der Fonds hingegen vollständig verschont. "Wir haben bereits Anfang dieses Jahres unsere Positionen in den stark unter Druck geratenen irischen Banken aufgelöst", sagt Sieghart. Zu seinen Favoriten innerhalb des Segments zählt er dagegen Banken mit Schwerpunkt auf dem Osteuropa-Geschäft. "Mit diesen Titeln lässt sich besser auf den Trend zu steigenden Konsumausgaben setzen als mit Direktinvestments in Konsumtitel der Region", erklärt der gebürtige Österreicher und verweist auf die größere Transparenz der Kreditinstitute.

Aufgrund ihrer deutlich höheren Marktkapitalisierung seien die Bankaktien zudem deutlich liquider und entsprächen damit genau der Anlagestrategie des Fonds, in große Unternehmen aus kleinen Ländern zu investieren. Dementsprechend hält Sieghart den Anteil kleinkapitalisierter Unternehmen sehr gering, und das gilt ebenso für Restrukturierungskandidaten: "Das Feld für aussichtsreiche Unternehmen ist weitgehend abgegrast", erklärt er.

Ausschließlich auf derartige Aktien setzt dagegen Arnoud Diemers mit dem ABN Amro Funds Europe Equity Revival. Mit dieser speziellen Ausrichtung war er zuletzt allerdings nicht erfolgreich: So rutschte der Fonds auf Zwölf-Monats-Sicht mit 4,33 Prozent ins Minus. "Allein im September verlor der Fonds 6,9 Prozent, da sich das Marktumfeld für Übernahmekandidaten im Zuge der Kreditkrise drastisch eingetrübt hat und ein Drittel aller noch für 2007 geplanten Übernahmen abgesagt wurden", begründet Diemers das schlechte Ergebnis. Hinzu komme, dass der Fonds auch in Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung (Small Caps) investiere, die in den vergangenen Wochen ebenfalls unter Druck geraten seien. Dementsprechend gibt sich der ABN Amro-Manager für die kommenden Monate vorsichtig.

Wenig Sorgen um die Aussichten für seinen Fonds macht sich dagegen Sieghart: Er rechnet damit, dass sich die Aktienmärkte in den Randlagen Europas auch künftig gut entwickeln.

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