Das Investment
Fonds mit Firmenanleihen entwickeln sich stabil

Pfandbriefe gelten in Deutschland als Inbegriff der Sicherheit. Daran hat sich auch in den vergangenen Wochen nichts geändert, obwohl diese durch Hypotheken und Kommunaldarlehen gedeckten Schuldverschreibungen viel mit Immobilienfinanzierungen zu tun haben.

HAMBURG. Auf die Wertentwicklung des börsengehandelten Indexfonds (ETF) Eb.Rexx Jumbo Pfandbriefe aus dem Hause Indexchange hatte die aktuelle Krise am US-Hypothekenmarkt bislang keine Auswirkungen – im Gegenteil, sie bescherte dem ETF im Juli einen Wertzuwachs von 0,72 Prozent. Das zeigt die aktuelle Auswertung von Feri Rating & Research unter 64 Rentenfonds mit Schwerpunkt Firmenanleihen (s. Tabelle).

„Angesichts der höheren Schwankungsintensität auf den weltweiten Aktien- und Rentenmärkten haben Anleger verstärkt in Pfandbriefe umgeschichtet“, erläutert Indexchange-Vorstand Andreas Fehrenbach. Dass der Fonds unbeschadet aus der Hypothekenkrise in den USA hervorging, begründet er unter anderem mit dem Schwerpunkt auf Papieren, die von der Krise nicht direkt betroffen sind. „Zudem sind im Portfolio nicht nur Hypothekenpfandbriefe, sondern auch öffentliche Papiere enthalten, die nicht einmal indirekt betroffen sind.“ Doch auch ohne Pfandbriefe ließ es sich im Juli gut wirtschaften, wie die Wertentwicklung des Fonds BWI Rentamax von BW-Invest zeigt. BWI-Manager Dietmar Zantke, der generell nicht in Pfandbriefe investiert, erzielte mit dem Fonds ein Plus von 0,51 Prozent. Über zwölf Monate gerechnet liegt er darüber hinaus mit einem Wertzuwachs von 3,3 Prozent zum wiederholten Mal an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Zantke legt den Schwerpunkt auf Industrieanleihen mit kurzer Laufzeit, die von der jüngsten Ausweitung der Renditeabstände weniger betroffen waren. Weil die Entwicklung am US-Hypothekenmarkt absehbar gewesen sei, habe er den Anteil von nachrangigen Finanztiteln, insbesondere aus dem Hypothekensektor, bereits frühzeitig gegen Null gefahren. „Selbst bei den derzeit scheinbar günstig aussehenden Einstiegsmöglichkeiten spielen diese Titel weiter nur eine Nebenrolle im Fonds“, so Zantke.

Deutlich wohler fühlt der BWI-Manager sich dagegen mit Industrieanleihen, die er aktuell mit 65 Prozent gewichtet. Zantke: „Diese Papiere bieten derzeit einen attraktiven Risikozuschlag von rund 60 Basispunkten und dürften angesichts einer nach wie vor robusten Konjunktur weiter besser laufen.“ Auch von den Papieren mit kurzer Laufzeit sowie den aktuell mit 20 Prozent gewichteten Papieren mit variabler Verzinsung will Zantke sich zunächst nicht verabschieden, da er mittelfristig nach wie vor mit leicht anziehenden Langfristzinsen rechnet.

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