Defensive Strategie
Dollarrückgang kostet Fonds-Rendite

Einmütig wie selten ist die Zunft der Rentenfondsmanager der Auffassung, dass die kurzen Zinsen nach der Zinswende der US-Notenbank an den meisten Märkten nur eine Richtung kennen, nach oben. Deshalb ist Defensive Trumpf, sucht man in den Portfolios Zuflucht bei eher geringen Anleihelaufzeiten.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Das hat auch Pankaj Shah getan, der Lenker des Fortis L Fund-Bond Europe Plus. Mit einem Zwölfmonats- Wertgewinn von 2,76 Prozent liegt das Produkte unter den zehn größten weltweit anlegenden Rentenfonds recht weit vorne.

Markus Kohlenbach, Manager des DWS Inter-Renta, verfolgt auf der Zinsseite eine ähnlich defensive Strategie. Wegen erwarteter höherer Zinsen und daraus folgenden Kursverlusten ist ein beträchtlichen Teil der Anlehen mit langen Laufzeiten über Futures abgesichert. Dennoch liegt der Fonds in der Wertentwicklung mit -1,34 Prozent hinten. Kohlenbach räumt ein, „dass die zwischenzeitlich im Portfolio erzielten Kursgewinne und vereinnahmten Kuponzahlungen nicht mehr ausreichten, um die Verluste bei den Währungen ganz auszugleichen.“

Dazu sagt Ingo Klamroth, Analyst bei Feri Trust: „Eine glückliche Hand beim Management des Währungsexposures ist bei dieser Anlagegruppe von hoher Bedeutung. Je höher US-Dollar-Papiere 2003 ungesichert gewichtet wurden, desto schlechter war tendenziell die Platzierung eines Fonds innerhalb der Vergleichsgruppe.“ Während der Fortis-Fonds immer eindeutig eine hohe Eurolastigkeit aufweise und in andere europäische Währungen investiere, lege der Inter-Renta in einen bunten Währungsstrauß mit wesentlich höherem Dollaranteil an. Und das habe vor allem 2003, als der US-Dollar um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Euro abwertete, Performance gekostet.

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