Deka-Konkurrenzfonds verliert
Euro-Rentenfonds der DWS überwindet Schwächephase

Die Fondsmanagerin Andrea Ueberschär hat bei dem Rentenfondsklassiker DWS Vermögensbildungsfonds R das Ruder herumgerissen. Inzwischen bietet der Fonds die beste Performance unter den zehn volumenstärksten Fonds seiner Klasse. Umschichtungen bescheren dem Konkurrenzfonds der Deka jedoch Verluste.

HAMBURG. Im vergangenen Herbst hatten unter anderem nicht aufgegangene Wetten auf ungarische Forint und isländische Kronen den rund 2,1 Mrd. Euro schweren DWS-Fonds belastet. Auf Zwölf-Monats-Sicht war er fast in das untere Drittel der 243 bei Feri Rating & Research gelisteten Euro-Rentenfonds abgerutscht. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich belegt der DWS-Fonds mit einem Plus von 1,65 Prozent nun immerhin Rang 59. Unter den zehn volumenstärksten Fonds ist dies das beste Ergebnis (siehe Tabelle).

„Unter anderem liefen die Engagements in auf dänische Kronen, südafrikanischen Rand und mexikanischen Pesos lautenden Anleihen sehr gut“, erläutert Ueberschär, die aktuell knapp zehn Prozent des Portfolios in Fremdwährungsanleihen hält. Als positiv hätten sich zudem Umschichtungen zu Gunsten von Kurzläufern und Papieren mit einer Laufzeit zwischen 15 und 20 Jahren erwiesen. „Ich erwarte, dass der Trend zu einer flacheren Zinsstrukturkurve anhält“, begründet Ueberschär die Gewichtung dieser beiden Laufzeiten mit insgesamt 50 Prozent. Innerhalb des Rentensegments sieht sie vor allem für Pfandbriefe und Unternehmensanleihen Potenzial.

Mit 45 Prozent gewichtet Martin Hochstein diese Papiere in dem von ihm verwalteten Rendit-Deka ähnlich hoch. Anders als Ueberschär kann der Deka-Manager zwar nicht auf Fremdwährungsanleihen, dafür aber auf Hochzinspapiere zurückgreifen. „Für diese Papiere gibt es keine feste Obergrenze“, sagt Hochstein. In der Vergangenheit habe die Quote aber nie mehr als drei Prozent betragen, zurzeit seien es sogar nur 0,35 Prozent.

Für den Rentenmarkt gibt sich der Deka-Manager zurückhaltend. „Bis zum Herbst dieses Jahres ist mit weiteren Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank zu rechnen, erst danach sehen wir wieder ein günstigeres Marktumfeld“, kommentiert er.

Mit einem Wertzuwachs von 1,26 Prozent gehört der Rendit-Deka zu den drei besten Volumen-Schwergewichten. Deutlich stärker schwankte dagegen die Entwicklung des Fondsvermögens: So verwaltet Hochstein im Rendit-Deka aktuell rund 2,5 Mrd. Euro. Noch im Herbst 2006 brachte der bereits 1968 aufgelegte Klassiker dagegen rund 4,6 Mrd. Euro auf die Waage. Der drastische Rückgang des Volumens ist hausgemacht. „Er geht überwiegend auf Umschichtungen innerhalb unserer Dachfonds und der fondsbasierten Vermögensverwaltung zugunsten von Rentenfonds mit kürzeren Restlaufzeiten zurück“, so Deka-Sprecher Markus Rosenberg.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%