Depot-Contest
„Der Dax ist nicht zu teuer“

Wohin mit dem Geld? Keine einfache Frage in Zeiten von Niedrigzinsen. Im Interview erklärt der Vermögensverwalter Max Schott, wie seine Strategie aussieht. Wer das Geld kurzfristig braucht, hat aber schlechte Karten.
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Herr Schott, die Zinsen sind historisch niedrig, Dax und Dow Jones markieren ein Rekordhoch nach dem anderen. Wohin mit dem Geld? Sind Aktien noch ein Kauf?

Schott: Diese Frage wird mir derzeit natürlich öfter gestellt. Der Dax ist in den vergangenen 13 Jahren drei Mal über 8.000 Punkte gestiegen, aber wir haben heute eine ganz andere Situation als zur Jahrtausendwende.  Die deutschen Standardwerte sind aktuell mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,5 auf Basis der 2013-Gewinne bewertet.  Im März 2000 lag das KGV bei über 32. Die heutigen Bewertungen entsprechen dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Jahre – trotz Dax-Rekord.

Deutsche Aktien sind also noch günstig?

Der Dax hat zwar erstmals in seiner Geschichte die Marke von 8.300 Punkten hinter sich gelassen, aber 8.300 ist nur augenscheinlich eine hohe Zahl. Die Unternehmensgewinne sind heute höher als bei früheren Rekordhochs.

Und das spricht dafür, dass die Rally weiter geht?

Die niedrig hängenden Früchte sind sicher schon gepflückt, die größten Kursgewinne eingefahren. Ich wage nicht zu prognostizieren, dass der Dax ohne größere Rückschläge bis auf 9.000 oder sogar 10.000 Punkte steigt, aber möglich ist das. Der Dax ist sicher schon gut gelaufen, aber er ist im historischen Vergleich noch nicht teuer.

Sie befürchten also nicht, dass sich eine Blase, wie wir sie 2000 erlebt haben, gebildet haben könnte?

Sicherlich wird bei diesen Kursständen das Risikomanagement wieder wichtiger! Aber der Vergleich zum  Jahr 2000 hinkt noch an einer zweiten Stelle. Nicht nur die Unternehmensbewertungen sind heute ganz andere. Zur Jahrtausendwende haben Sie mit zehnjährigen Bundesanleihen Renditen von mehr als fünf Prozent eingefahren, heute ist es gerade mal knapp über ein Prozent. Damit ist der Leidensdruck der Anleger groß. Sie müssen stärker ins Risiko gehen, um nach Steuern, Gebühren und Inflation überhaupt noch positive Renditen zu erzielen.

Und das treibt sie in Aktien…

Dividenden-Papiere sind heute aber sehr viel attraktiver als im Jahr 2000. Auch das ist ein Unterschied zu damals. Es sind nicht einzelne Branchen oder Trends, die die Rally treiben. Auch jetzt noch gibt es im Dax und MDax interessante Werte.

Welche sind das?

BASF, K+S oder Siemens sind einen Blick wert, vor allem wenn man der Strategie des Cash-Flow-Investings folgt, also auf hohe Dividenden oder Aktienrückkäufe setzt. Beim Depot-Contest der DAB Bank sind diese drei Werte in unserem ausgewogenen Depot. Diese sind in diesem Jahr noch nicht so gut gelaufen, aber das kann noch kommen. Zuletzt gab es überwiegend positive Nachrichten.

Kommentare zu " Depot-Contest: „Der Dax ist nicht zu teuer“"

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  • K+S ist natürlich auch ein Hammer.Vor der Dividende 36,jetzt 32.Dividende netto etwa 1€.merkt man was?4€ Verlust,1€ Gewinn.Dividendenauszhalung ist so sinnlos.oder gilt keine Bilanzgleichheit mehr?wenn die passiva runtergehen bleiben die Aktiva oben?dann noch die relativen Kosten wenn die Aktie von tief zu tief marschiert während alles andere aufgekauft wird.Opportunitätskosten ist das Stichwort.

  • Eine bessere Indikation bekommen Sie, wenn Sie sich das Shiller-KGV anschauen. Das war damals tatsächlich so hoch wie noch nie. Also, Ihre Bemerkung zeigt nur wie unzuverlässig das KGV ist...

  • und dieTelekom Aktie verliert :9 % ac der Hauptvrsammlng ´dividenden -Auszahlung,
    nun ist die Diviidedenrendite basierend auf der gezahlten Dividende gestiegen, Klasse : die Aktie muss ein Schnaepchen sein.....die Aktie muesst ihr koofen.....

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