Deutsche Bank soll Rückflüsse auffangen
Fondsexperten verlangen Garantie

Fondsexperte Loipfinger wäre eine Abwertung zwischen drei und fünf Prozent „zu mager“. Gleichwohl glaubt er, dass sich die Abwertung in dieser Spanne bewegen wird. Sollte die Abwertung auf etwa zehn Prozent hinaus laufen, kann sich Loipfinger vorstellen, den Fonds von „verkaufen“ auf „kaufen“ zu stellen. Den Wert der Immobilien, der sich im Anteilswert spiegelt, ermitteln von der Investmentgesellschaft unabhängige Sachverständige. Sie wollen am Aschermittwoch ihre Gutachten unterschreiben.

Unterdessen vertrauen andere Gesellschaften darauf, dass die Bewertungsabschläge für den Grundbesitz-Invest keinen Einfluss auf ihre deutschlandlastigen Fonds haben werden. „Die Deka Immobilien sieht keine Notwendigkeit, besondere Vorkehrungen für die Zeit nach der Wiedereröffnung des Grundbesitz-Invest zu treffen, da wir keinen Anstieg bei den Mittelabflüssen erwarten“, sagte Deka-Immobilien-Investment-Chef Reinhardt Gennies. Ein Sprecher der Difa ergänzte: „Wir glauben nicht, in Sippenhaft genommen zu werden.“ Weil die Immobilien der eigenen Fonds hinreichend abgewertet worden seien, erwartet die Gesellschaft der Genossenschaftsbanken auch bei einer hohen Abwertung des Grundbesitz-Invest keine zusätzlichen Mittelabflüsse. Darüber hinaus wertet der DBRE-Konkurrent die Ankündigung von Deutsche-Bank-Finanzvorstand Clemens Börsig, der Fonds bleibe nach der Öffnung auch offen, als Liquiditätsgarantie der Großbank. Für die Difa-Fonds garantiert die Muttergesellschaft Union-Investment, dass Anleger ihre Anteile jederzeit zurückgeben können, für die DekaFonds tut dies die Dekabank.

Auch die Allianz-Dresdner-Tochter Degi rechnet nicht mit einem erneuten Schub bei den Mittelrückflüssen. Sie geht von Preiskorrekturen zwischen drei und fünf Prozent aus. Ein Abschlag in diesem Rahmen sei durch Anteilsrückgaben nach der Schließung des Grundbesitz-Invest bereits „eingepreist“ worden, sagte ein Sprecher.

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