Deutsche Bank
Wachstumsprognose für ETF-Markt gesenkt

Die Deutsche Bank geht für den ETF-Markt in 2011 von einem Wachstum von fünf bis zehn Prozent beim verwalteten Vermögen aus. Anfang Januar war das Institut noch von etwa 30 Prozent Zuwachs ausgegangen. 
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FrankfurtDie Deutsche Bank hat ihre Wachstumsprognose für den weltweiten Markt börsennotierter Indexfonds (ETFs) drastisch nach unten geschraubt. Das Institut, welches der zweitgrößte europäische ETF-Anbieter ist, geht für 2011 von fünf bis zehn Prozent Wachstum beim verwalteten Vermögen aus, wie ein am Montagabend veröffentlichter Branchenreport der Bank zeigt. Anfang Januar war sie noch von etwa 30 Prozent Zuwachs ausgegangen. 

„Bedenken hinsichtlich der Staatsschulden am europäischen und US-Markt haben die Wachstumsaussichten gedämpft und die Unsicherheit erhöht“, schrieb Analyst Christos Costandinides zur Begründung. Die Finanzmarktprobleme dämpften das ETF-Branchenwachstum von zwei Seiten: Zum Einen habe die Unsicherheit dazu geführt, dass die Kurse von Aktien und anderen Wertpapieren gesunken seien. Dieser Preiseffekt schmälert die Volumina von ETFs, denen diese Papiere zugrunde liegen. 

Zum anderen hätten Anleger ihre Investitionen wegen der Unsicherheit zurückgefahren. In der ersten Jahreshälfte hätten sie zwar mehr frisches Kapital investiert als im Vorjahreszeitraum. Allerdings habe sich die Lage im dritten Quartal geändert: Von Anfang Juli bis Ende September 2011 hätten ETFs weltweit 20 Prozent weniger Nettozuflüsse verbucht als ein Jahr zuvor. 

Die fünf bis zehn Prozent globales Wachstum, welche die Deutsche Bank jetzt erwartet, lägen deutlich unter den Raten der vergangenen Jahre. 2010 belief sich der Zuwachs nach Zahlen der Bank auf rund 27 Prozent und 2009 auf 40 Prozent. 

Noch ist der ETF-Markt aber auch von fünf bis zehn Prozent Wachstum für 2011 weit entfernt. Der Deutschen Bank zufolge waren Ende September 2011 rund 1,2 Billionen Dollar in börsennotierte Indexfonds investiert. Das waren gut vier Prozent weniger als Ende 2010.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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