Deutsche Zweitmarkt AG
Index auf Schiffsfonds geplant

Die Deutsche Zweitmarkt AG (DZ) will einen Index veröffentlichen, der die Preisentwicklung von Schiffsbeteiligungen abbildet. Sie strebt bei dem DZX genannten Produkt eine Kooperation mit der Deutsche Börse AG an. Der Index basiert auf den Kursen für Anteile der 50 meistgehandelten Schiffsfonds.

rrl DÜSSELDORF. Anbieter von Zertifikaten hätten Interesse an dem Produkt signalisiert, sagte DZ-Vorstand Björn Meschkat. Die Deutsche Zweitmarkt betreibt selbst eine Handelsplattform. Im vergangenen Jahr wurden Schiffsbeteiligungen im Nominalwert von gut einer Mrd. Euro gehandelt. Meschkat erwartet, dass das Handelsvolumen im Jahr 2010 etwa 2,5 Mrd. Euro erreichen wird.

Der Index basiert auf den Kursen für Anteile der 50 meistgehandelten Schiffsfonds. Idealerweise würden die Anteile dieser Fonds so oft gehandelt wie der Index berechnet wird - also wöchentlich, sagte Meschkat. Er räumt allerdings ein, dass dieses Ziel im vergangen Jahr nur von fünf bis zehn Fonds erreicht worden sei. Bei der Indexberechnung spielen Beteiligungshöhe und Schiffstyp keine Rolle. Der Index wird allerdings von Containerschiffen dominiert, auf die 90 Prozent des Handelsvolumens entfallen. Profis berechnen den Wert einer Beteiligung, indem sie künftige Charterraten (Mieten) abzüglich Kosten auf den Gegenwartswert abzinsen. Gestiegene Charterraten haben in den vergangen Jahren die Kurse für Beteiligungen immer häufiger über 100 Prozent des Nominalwerts gehoben. Der Anfang 2006 mit 1 000 Punkten gestartete, aber nicht veröffentlichte DZX überschritt zwei Jahre später die 1 300-Punkte-Marke.

Das ideale Produkt für Zertifikate-Emittenten ist der DZX nicht. Die Branche schätzt volatile Indizes, was der DZX nicht ist. Die Vermarktungschancen eines auf täglicher Berechnung beruhenden Indizes sind größer als die eines Zertifikates, das auf einem wöchentlich berechneten Index basiert.

Die Deutsche Börse bestätigt den Kontakt mit der Deutschen Zweitmarkt. Es gehöre zum Grundsatz, sich nicht zu neuen Produkten zu äußern, bevor eine Entscheidung über die Realisierung gefallen sei, sagte ein Sprecherin.

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