Deutschland
Anleger ziehen Milliarden aus Fonds ab

Anleger in Deutschland haben 2006 so viel Geld wie noch nie aus heimischen Fonds abgezogen.

dpa-afx FRANKFURT. Bei den Publikumsfonds sei mit gut 14 Mrd. Euro der bislang größte Mittelabfluss zu verzeichnen, teilte die Deutsche Bundesbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für Februar mit. Besonders viel Kapital wurde 2006 mit neun Mrd. Euro aus offenen Immobilienfonds zurückgenommen. Mit den Aktienfonds (6,5 Mrd Euro) und Rentenfonds (4 Mrd Euro) mussten auch die beiden anderen klassischen Sparten zurückzahlen. Trotzdem stieg auf Grund von Wertsteigerungen das verwaltete Vermögen um 1,5 Mrd. auf 354,5 Mrd. Euro.

Als Grund für die Zurückhaltung privater Anleger beim Aktiengeschäft nannte die Bundesbank eine geringere Risikobereitschaft. Außerdem könnten gerade bei Privatanlegern psychologische Aspekte relevant gewesen sein, schreibt die Bank. "So notierten viele Aktien im Jahr 2006 zumindest in der Nähe ihrer historischen Höchststände, was Anlegern, die in Zeiten der letzten Hausse investiert hatten, einen Ausstieg ohne nominellen Kapitalverlust ermöglichte." Obwohl Aktien im vergangenen Jahr weltweit bedeutende Kursgewinne erzielten, seien auch Direktanlagen in Dividendenwerte rückläufig gewesen.

Ein Teil des frei gewordenen Geldes wurde dem Bericht zufolge in gemischte Fonds und gemischte Wertpapierfonds investiert, die per Saldo Anteilsscheine für zwei Mrd. beziehungsweise 1 Milliarde Euro absetzen konnten. Noch stärker profitierten allerdings mit 25 Mrd. Euro ausländische Investmentzertifikate. Der Nettoabsatz ausländischer Investmentanteile lag der Bundesbank zufolge seit der Vereinfachung des Vertriebes Anfang 2004 in jedem Jahr über dem Aufkommen für inländische Publikumsfonds.

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