Deutschland-Fonds von Hauck & Aufhäuser
Fondsmanager vertrauen weiter dem Dax

Der 26. Februar 2007 war nicht nur für den Dax ein besonderer Tag. An jenem Montag, an dem der Frankfurter Leitindex zum ersten Mal seit November 2000 wieder die Marke von 7 000 Punkten übersprang, erreichte der fast zeitgleich aufgelegte Deutschland-Fonds HAIG MB Max Value von Hauck & Aufhäuser erstmals ein Volumen von 100 Millionen Euro.

HAMBURG. Der Unterschied: Während der Dax bereits einen Tag später den Rückwärtsgang einlegte, wuchs der HAIG-Fonds weiter bis auf 104 Mill. Euro. Die anhaltend hohen Mittelzuflüsse führt Fondsberater Markus Stillger von der Vermögensberatung MB Fund Advisory auf die kontinuierlich guten Leistungen der vergangenen Jahre zurück. Auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich seiner Kategorie überzeugt der HAIG-Fonds. Mit einem Wertzuwachs von 18,37 Prozent belegt er Rang fünf. „Bis Ende 2006 kamen 85 Prozent der verwalteten Gelder von privaten Kunden aus dem Raum Limburg“, erzählt Stillger. Zum Jahreswechsel seien dagegen verstärkt institutionelle Anleger aufmerksam geworden und hätten seither für mehr als 20 Mill. Euro gekauft.

In der Regel investieren Stillger und seine Partner Armin Stahl und Thilo Müller zwischen 70 und 80 Prozent des Fondsvermögens in günstig bewertete Standardaktien wie Allianz, VW oder Commerzbank. Bis zu zehn Prozent stecken in MDax-Titeln und bis zu weitere zehn Prozent in Firmen, die sich wie Drillisch oder Repower in einer Sondersituation befinden. Der Rest dient als flexible Barreserve und zur Absicherung. „Wir veroptionieren einen Teil unserer Aktienbestände, das hat sich in der jüngsten Korrekturphase ausgezahlt“, sagt Stillger. Generell bleibt der Fondsberater für den deutschen Aktienmarkt aber weiter optimistisch. „Gemessen an der aktuellen Gewinnsituation sind speziell die großen deutschen Unternehmen im Langfristvergleich unterbewertet“, sagt er und hält einen DAX-Anstieg auf 10 000 Punkte bis spätestens 2010 für möglich. „Die Korrektur war ebenso überfällig wie überflüssig“, urteilt Stefan Kullmann. Der Manager des auf Rang drei liegenden Camco Fonds Deutsche Aktien sieht in ihrer Heftigkeit einen Beleg dafür, wie nervös viele Marktteilnehmer im Moment agieren. Deshalb sei eine zweite Verkaufswelle, gegen die er sich zum Teil abgesichert hat, durchaus möglich. Danach sollten aber speziell Dax-Titel schnell wieder Fahrt aufnehmen. Weil Firmen wie BASF, Daimler-Chrysler oder Conti „deutlich“ unterbewertet seien, hat Kullmann sein Engagement dort seit Jahresbeginn verstärkt. Im Gegenzug hat er in der Schweiz und Österreich Gewinne mitgenommen. Aktuell ist er in diesen Märkten noch 33 Prozent investiert.

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