Deutschlands größter Anbieter setzt beim Marketing auf den guten Namen des Mutterhauses
DWS beginnt Fondsverkauf in Russland

Die DWS steigt als zweite deutsche Investmentgesellschaft mittels Gründung einer Moskauer Dependance in das Fondsgeschäft mit russischen Anlegern ein. Axel Benkner, Chef von Deutschlands größter und zur Deutsche- Bank-Gruppe gehörenden Fondsfirma, will mit der Lancierung von zunächst vier Produkten ab Anfang nächsten Jahres vom großen Wachstumspotenzial des russischen Fondsmarktes profitieren.

MOSKAU. Diese Strategie ist nicht ohne Risiken: Das größte Problem des Landes ist nach Meinung vieler Experten die Sicherung der Eigentumsrechte. Die dort bestehenden Unsicherheiten spiegeln sich vor allem in der jüngsten Affäre um den Erdölkonzern Yukos und im Bankenskandal wider. „Das Wachstumspotenzial ist sicherlich enorm, aber die Risiken liegen in der Bürokratie und der Korruption. Das Yukos-Vermögen beispielsweise wurde zum politischen Spielball“, skizziert Stephen Jennings, Chef und Gründer von Renaissance Capital, einem der bekanntesten russischen Investmenthäuser, die bestehenden Probleme.

Auch Oleg Vjugin, Leiter der staatlichen Finanzmarktaufsicht, spricht die Schwierigkeiten offen an: „Die Garantie der Eigentumsrechte ist der Schlüssel für Investments, und da haben wir noch Arbeit zu leisten.“

DWS-Chef Benkner sieht dennoch den jetzt 3,5 Mrd. Dollar kleinen Markt bis zum Jahr 2010 auf 70 Mrd. Dollar anwachsen. Von diesem Kuchen dürften sich nach seiner Einschätzung ausländische Firmen 20 Mrd. abschneiden. Über das Investmentfondsgeschäft für Privatanleger hinaus biete das Geschäft mit institutionellen Kunden zusätzliche Chancen. Dieser vier Mrd. Dollar große Markt könne bis 2010 auf 40 Mrd. Dollar anwachsen. „Insgesamt könnten wir einen Marktanteil von fünf Prozent und damit 3,5 Mrd. Dollar erreichen“, sagt Benkner.

Der russische Markt wird bislang von Inlandsanbietern dominiert. Bisher wagten nur wenige Auslandsadressen den Aufbau einer Niederlassung. Als führende Häuser, die den Sprung dennoch wagten, gelten die Citibank und die österreichische Raiffeisenbank. „Beide sind hier sehr aktiv“, bestätigt Andrey Podoynitsyn, Präsident des russischen Fondsverbandes.

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