Die „Best of Two“-Strategie stärkt die Ertragskraft des Portfolios
Die Anlageklasse mit der besseren Performance gewinnt

Die Performance hängt vom richtigen Timing ab: Wer in den 70er Jahren ausschließlich in Gold investierte, konnte sich über mehr als 1 300 Prozent Kapitalzuwachs freuen. Aktien kamen in dieser Zeit dagegen nicht vom Fleck.

In den 80ern wiederum war Gold das falsche Investment - japanische Aktien wären das Richtige gewesen. Und in den 90ern verdreifachte sich der US-Aktienindex Standard and Poor?s 500, während japanische Wertpapiere deutlich verloren.

Wie angenehm wäre es da, ein System zu haben, das nachträglich die richtige Aufteilung der Geldmittel auf einzelne Märkte ermöglicht. Was sich utopisch anhört, existiert tatsächlich: "Best of Two" nennt sich das Anlagekonzept, das die Aufteilung auf die verschiedenen Asset-Klassen dynamisch und ohne das Zutun fehlerbehafteter menschlicher Prognosen übernimmt. Die Grundidee ist denkbar einfach: Am Ende einer Anlageperiode - beispielsweise nach einem Jahr - ist der Anleger automatisch überwiegend in der besseren der beiden Asset-Klassen investiert, üblicherweise sind dies Aktien- und Rentenmärkte. Sie stellen die wesentlichen Teile eines Wertpapierdepots und weisen nur geringen Gleichlauf miteinander auf.

Wie weiß das System, welcher Markt besser laufen wird? Der Trick ist die Nutzung der Optionspreistheorie. Ein Gedankenmodell hilft, die Funktionsweise zu verstehen: Der Investor erwirbt Renten und zugleich eine Option, die ihm das Recht einräumt, am Ende der Laufzeit diese gegen Aktien auszutauschen. Warfen Renten mehr Rendite ab, lässt der Investor die Option wertlos verfallen. Hatten Aktien einen größeren Wertzuwachs, übt der Investor die Option aus und tauscht Aktien gegen Renten aus. Die Austausch-Option stellt eine relative Versicherung dar: Sie garantiert, dass der Investor am Ende der Laufzeit die Performance der relativ gesehen besseren Anlageklasse vereinnahmt. Diese Versicherung kostet Geld, nämlich die Optionsprämie. Leider gibt es derartige Optionen nicht am Markt.

Der "Best of Two"- Ansatz löst dieses Problem auf seine Weise: Ausgehend von einer neutralen Startallokation - Hälfte Aktien, Hälfte Renten - verschiebt das Anlagekonzept die Quote im Laufe eines Jahres nach und nach zu Gunsten der besser laufenden Asset-Klasse. Die Berechnung mit der Optionspreistheorie stellt sicher, dass die Quote am Stichtag der Berechnung genau so angepasst wird, als ob die Option tatsächlich real im Portfolio existierte. So wird Monat für Monat eine neue Quote ermittelt und umgesetzt. Ist ein Jahr vergangen, startet der "Best of Two"-Vorgang erneut mit der Ausgangssituation "50 zu 50".

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