Die besten Aktienfonds
Asienfonds profitieren von Industriewerten

Bei Invesco fühlen sich Asien-Investoren derzeit gut aufgehoben. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die jüngste Zwölf-Monats-Bilanz der Kategorie "Aktienfonds pazifischer Raum ohne Japan": Dort liegen gleich drei Angebote der britisch-amerikanischen Gesellschaft auf den vorderen Rängen und erzielten dabei einen Wertzuwachs von bis 62,25 Prozent

HAMBURG. Seinen Vorsprung im hausinternen Wettbewerb verdankt der am besten platzierte Invesco Asia Infrastructure vor allem der hohen Gewichtung von Industriewerten. "Dort liegt der Anteil dieser Branche am Portfolio bei rund 43 Prozent, während es in den beiden anderen Fonds nur jeweils 14 Prozent sind", erläutert Maggie Lee, die für alle drei Fonds verantwortlich ist. Auch sonst weicht die Invesco-Managerin mit dem auf die Infrastrukturbranche spezialisierten Fonds deutlich von den Schwesterprodukten ab: So ist Indien mit 18 Prozent derzeit die größte Länderposition, während dieses Land im Invesco Asia Enterprise mit nur 1,8 Prozent und im Invesco Newly Industrialized Countries überhaupt nicht vertreten ist. Bei der Titelauswahl fährt Lee zudem unterschiedliche Strategien. "Beim Infrastructure Fund steht vor allem überdurchschnittliches Gewinnwachstum im Vordergrund, während die anderen Fonds eher auf Value-Titel spezialisiert sind", sagt sie.

Auf Substanzwerte setzt auch Rajiv Jain mit dem Vontobel Far East Equity. Mit einem Plus von 22,58 Prozent war der von der New Yorker Niederlassung der Schweizer Privatbank aus agierende Fondsmanager mit dieser Ausrichtung in den vergangenen zwölf Monaten jedoch deutlich weniger erfolgreich. Als Begründung nennt Jain, dass er Unternehmen aus den Rohstoffbereichen Öl und Metalle ebenso wie China deutlich untergewichtet hatte. Im August kam die deutlich defensivere Ausrichtung dem Vontobel-Fonds jedoch zugute: Er legte um 2,58 Prozent zu, während alle drei Invesco-Fonds ins Minus rutschten.

Trotz des zuletzt guten Ergebnisses gibt sich Thomas Portig gegenüber dem Vontobel Far East Equity eher skeptisch. "Die Ergebnisse seit Anfang 2006 überzeugen nicht", sagt der Leiter des Fondsanalyse-Teams von H.C.M. Capital Management. In guten Phasen sei der Fonds zu defensiv ausgerichtet. Positiv bewertet er dagegen die Expertise von Invesco-Managerin Lee, für die zudem das Management vor Ort in Hongkong spreche. Die enge Ausrichtung des Invesco Asia Infrastructure sieht er allerdings als kritisch: "Auch wenn das Anlagethema Infrastruktur vielversprechende Perspektiven bietet, ist eine Beschränkung darauf eher als nachteilig zu werten", urteilt Portig. Deshalb rät er Anlegern eher zu den beiden anderen Invesco-Fonds.

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