Die besten Aktienfonds
Fondsmanager sehen Potenzial in China

Der DWS Invest BRIC Plus, der 2005 in nur neun Monaten 1,3 Milliarden Euro einsammelte, gehörte zu den erfolgreichsten Newcomern des vergangenen Jahres.

HAMBURG. Den furiosen Start verdankt DWS-Manager Thomas Gerhardt der Anleger-Euphorie für die unter dem Kürzel BRIC zusammengefassten Länder Brasilien, Russland, Indien und China. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research der Kategorie Schwellenländer taucht der Verkaufsschlager auf Grund seiner kurzen Historie zwar noch nicht auf. Doch die aktuellen Spitzenreiter zeigen, dass Deutschlands größte Investmentgesellschaft dem richtigen Trend gefolgt ist. Die wenige Monate zuvor platzierten Fonds ISI BRIC Equities der dänischen Sydinvest und der HSBC BRIC Freestyle schafften seit Anfang März 2005 einen Zuwachs von 78 beziehungsweise 75 Prozent. Im Durchschnitt kamen die 80 meist breiter aufgestellten Fonds dieser Kategorie dagegen lediglich auf einen Zuwachs von 51 Prozent.

„Am stärksten hat das Engagement in russischen Energiewerten wie Gazprom und Lukoil zu der guten Wertentwicklung beigetragen“, erläutert Sydinvest-Manager Pauli Laursen. In den vergangenen zwölf Monaten hat Laursen die Ländergewichtung im Portfolio nur geringfügig verändert, aktuell ist er mit jeweils 23 Prozent in Russland und Brasilien investiert, Indien ist mit 20 Prozent gewichtet. Sein derzeitiger Favorit ist mit 28 Prozent China. „Auf Grund des zunehmenden Wohlstands bieten vor allem Konsum- und Finanzwerte gute Perspektiven“, so der Fondsmanager, der unter anderem auf das Mobilfunkunternehmen China Mobile setzt.

Auch HSBC-Manager Nick Timberlake hält diese Aktie im Portfolio und traut dem chinesischen Markt das größte Potenzial zu. Seine Ländergewichtung unterscheidet sich ebenfalls kaum von der des Sydinvest-Fonds. Doch während Laursen die Länder- und Branchengewichtung an den Anfang des Auswahlprozesses stellt, steht bei Timberlake die Einzeltitelauswahl im Vordergrund und setzt dabei auf Experten-Teams vor Ort.

Für Matthias Reinhardt ist Letzteres ein klarer Pluspunkt. „HSBC verfügt über eine langfristige und erfolgreiche Tradition in den BRIC-Staaten, die entsprechenden Länderfonds werden sehr erfolgreich gemanagt“, sagt der Geschäftsführer des Finanzdienstleistungsinstituts Reinhardt & Foldenauer in Freiburg. Den oft genannten Vorwurf, BRIC-Fonds seien nur ein Marketing-Gag, lässt der Fondsexperte nicht gelten: „Die großen Langzeittrends Asien, Rohstoffe und Energie finden sich in diesen Fonds wieder und machen sie zu einer guten Wahl für Anleger, die auf Schwellenländer setzen wollen“, so Reinhardt.

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